Übungs­wo­chen­ende der Höhen­ret­tung Schaum­burger Land im Oberharz

Einsatzkraft in roter Schutzkleidung sichert eine Trage mit einer Person an einem Seilsystem vor einer Betonwand.

Perso­nen­trans­port per Schräg­seil­bahn

(Wan – 13.07.26) Drei Tage intensive Ausbil­dung, anspruchs­volle Rettungs­sze­na­rien und ein wert­voller orga­ni­sa­ti­ons­über­grei­fender Erfah­rungs­aus­tausch prägten das dies­jäh­rige Übungs­wo­chen­ende der Höhen­ret­tung Schaum­burger Land. Im Oberharz kamen Einsatz­kräfte verschie­dener Höhen­ret­tungs­ein­heiten und Werk­feu­er­wehren zusammen, um unter möglichst reali­täts­nahen Bedin­gungen den Ernstfall zu trai­nieren und über Orga­ni­sa­tions- und Land­kreis­grenzen hinweg weiter auszu­bauen.

An dem Ausbil­dungs­wo­chen­ende nahmen neben der Höhen­ret­tung Schaum­burger Land zahl­reiche Gast­kräfte teil. Dazu gehörten unter anderem die Höhen­ret­tung des Land­kreises Northeim, die Höhen­ret­tung der Werk­feu­er­wehr KWS sowie die Höhen­ret­tung der Werk­feu­er­wehr Arcelor­Mittal Bremen. Darüber hinaus waren weitere Einsatz­kräfte verschie­dener Orga­ni­sa­tionen vertreten. Die Vielfalt der Teil­neh­menden machte das Wochen­ende zu einer wert­vollen Plattform für den fach­li­chen Austausch und das gemein­same Trai­nieren einheit­li­cher Rettungs­stan­dards.

Einsatzkräfte hängen an Seilsystemen über einem Bachlauf in einer waldreichen Umgebung.

Seil­zug­technik im bewal­deten Gelände

Die abwechs­lungs­reiche Land­schaft des Ober­harzes bot ideale Bedin­gungen für die geplanten Übungen. Fels­for­ma­tionen, Brücken­bau­werke und unweg­sames Gelände ermög­lichten realis­ti­sche Einsatz­lagen, wie sie im Alltag der Höhen­ret­tung jederzeit auftreten können. An mehreren Stationen mussten die Einsatz­kräfte unter­schied­lichste Rettungs­auf­gaben lösen. Neben der sicheren Anwendung der Seilzug- und Rettungs­tech­niken standen insbe­son­dere Kommu­ni­ka­tion, Führungs­struk­turen, Team­ar­beit und taktische Entschei­dungen im Mittel­punkt.

Ein Schwer­punkt des Wochen­endes war der Aufbau verschie­dener Seil­bahn­sys­teme. Mehrere Schräg­seil­bahnen wurden sowohl für den Material- als auch für den Perso­nen­trans­port errichtet. Ergänzend kam eine Seilbahn mit Kran­funk­tion zum Einsatz, mit der Lasten kontrol­liert bewegt und komplexe Rettungs­sze­na­rien unter schwie­rigen Gelän­de­be­din­gungen darge­stellt werden konnten. Solche Systeme kommen insbe­son­dere dort zum Einsatz, wo Fahrzeuge oder Hubschrauber nicht einge­setzt werden können und alter­na­tive Rettungs­wege erfor­der­lich sind.

Zu den anspruchs­vollsten Übungen gehörte die Rettung einer verletzten Person aus schwie­rigem Gelände. Zunächst wurde die Person mittels einer Schräg­seil­bahn vom Boden zu einem Brücken­kopf trans­por­tiert. Von dort erfolgte der weitere Abtrans­port über eine zusätz­liche Schräg­seil­bahn bis in einen sicheren Bereich, wo die simu­lierte medi­zi­ni­sche Versor­gung über­nommen wurde. Dieses Szenario verlangte höchste Präzision, eine struk­tu­rierte Kommu­ni­ka­tion und das perfekte Zusam­men­spiel aller betei­ligten Einsatz­kräfte.

Neben den prak­ti­schen Ausbil­dungs­in­halten nahm auch der Erfah­rungs­aus­tausch einen wichtigen Stel­len­wert ein. Unter­schied­liche Arbeits­weisen, tech­ni­sche Lösungen und Einsat­z­er­fah­rungen wurden gemeinsam disku­tiert und bewertet. Gerade diese orga­ni­sa­ti­ons­über­grei­fende Zusam­men­ar­beit ist ein wesent­li­cher Bestand­teil moderner Höhen­ret­tung, da größere Einsatz­lagen häufig nur gemeinsam bewältigt werden können. Auch außerhalb der Übungen kam der kame­rad­schaft­liche Gedanke nicht zu kurz. Das gemein­same Mitein­ander und der offene Austausch zwischen den verschie­denen Einheiten trugen maßgeb­lich zur positiven Atmo­sphäre des Wochen­endes bei und stärkten beste­hende Kontakte sowie neue Netzwerke.

Orga­ni­sator Frank Schubert zeigte sich mit dem Verlauf des Ausbil­dungs­wo­chen­endes sehr zufrieden: „Ein Wochen­ende wie dieses zeigt eindrucks­voll, wie wichtig regel­mä­ßiges gemein­sames Training ist. Im Einsatz spielt es keine Rolle, aus welcher Orga­ni­sa­tion oder welchem Landkreis die Einsatz­kräfte kommen – entschei­dend ist, dass jeder Handgriff sitzt und wir uns aufein­ander verlassen können. Genau diese Zusam­men­ar­beit haben wir an diesem Wochen­ende intensiv trainiert und weiter ausgebaut. Besonders freut mich die hohe Moti­va­tion aller Betei­ligten und die kame­rad­schaft­liche Atmo­sphäre, die das gesamte Wochen­ende geprägt hat. Mein herz­li­cher Dank gilt allen Teil­neh­me­rinnen und Teil­neh­mern, den Ausbil­dern, den Stati­ons­ver­ant­wort­li­chen sowie allen Helfe­rinnen und Helfern im Hinter­grund. Ohne dieses Enga­ge­ment wäre eine Veran­stal­tung in dieser Größen­ord­nung nicht möglich.“

Ein beson­derer Dank gilt außerdem Andreas, Christian und Frank, die während des gesamten Wochen­endes die Verpfle­gung aller Teil­neh­menden sicher­stellten und mit großem Enga­ge­ment für optimale Rahmen­be­din­gungen sorgten. Ebenso bedankt sich die Höhen­ret­tung Schaum­burger Land bei allen Unter­stüt­zern, den Eigen­tü­mern der Übungs­ob­jekte sowie allen betei­ligten Orga­ni­sa­tionen für die vertrau­ens­volle Zusam­men­ar­beit.

Kurz-URL: https://www.bueckeburg-lokal.de/?p=88095

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