Erstes Etappenziel erreicht
Gründungsversammlung „Bückeburger Anrufbus“

Bückeburg (mm-21.07.21). „Wir haben einen wichtigen Schritt nach vorn gemacht“, so der Sprecher Claus Rechtien aus Rusbend, als im Dorfgemeinschaftshaus in Müsingen zwölf Bürger/innen die Satzung des Vereins Bückeburger Anrufbus unterzeichneten und somit die Gründung besiegelt wurde.

Im Vorfeld der Einladung mußten die Initiatoren aufgrund der gesetzlichen Corona Vorgaben für die Gründung fleißig die Werbetrommel schlagen. Mit Unterstützung der örtlichen Presse und eines Flyers machte man auf sich aufmerksam, und es fanden sich 18 Mitbürger, um das erste Etappenziel zu verwirklichen.

Horst Frensel hat über seine Kontakte zahlreiche Bekannte geworben und Andreas Paul Schöniger nutzte die Sitzungen der Ortsräte und die Ideenwerkstatt, um das Anrufbussystem den Zuhörern näher zu bringen. Zukunftsweisend wurde mit der Satzung eine Neuerung beschlossen. Der Vorstand besteht nicht mehr aus Vorsitzenden, Schriftführer und Kassenwart, sondern es wurde ein Vorstandsteam gebildet.

„Wenn es in den Vereinen um die Vergabe von Vorstandsposten geht, wird es immer schwieriger, Menschen zu finden, die Verantwortung tragen wollen. Als Vorstandsteam kann man die Arbeit und Verantwortung auf mehrere Schultern gleichzeitig verteilen, gestalten, und man arbeitet viel enger zusammen“, so Schöniger.

Claus Rechtien zeigte sich hoch erfreut über das einstimmige Votum für das neue Team bei der Wahl und zeigte bereits die weiteren Schritte auf. Bevor der erste Anrufbus ins Rollen kommt, müssen mit der Stadt Bückeburg, den Fraktionen und mit dem Landkreis weitere Gespräche geführt werden.

Der Verein Anrufbus Nienstädt hat für die Anfangszeit seine Unterstützung signalisiert, die auf einer gemeinsamen Vorstandssitzung noch abgestimmt werden muss. Hoch erfreut zeigte sich das Dreiergespann, dass mit Hartmut Fenker aus Warber das Team verstärkt wurde.

Persönlich war ich sofort von der Idee des Anrufbussystems überzeugt und begeistert, so Fenker, es ist ein wichtiger Baustein für die Daseinsvorsorge im ländlichen Bereich.“ Besonders positiv ist die Resonanz der freiwilligen Fahrer. Von den 18 Mitgliedern haben sich neun bereit erklärt, auch das Lenkrad in die Hand zu nehmen.

Für die Anfangszeit hat sich die Versammlung darüber verständigt, einen Mindestbeitrag von 12 Euro im Jahr erst dann zu erheben, wenn die erste Fahrt aufgenommen wird. „Wir sehen uns als Unterstützung des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs und sind keine Konkurrenz zu unseren Taxiunternehmen“, betonte Horst Frensel.

Mit der Gründung des Vereins, ergänzte Schöniger, trage man dazu bei, auch ein wichtiger Baustein für das laufende Dorfentwicklungsprogramm der Stadt Bückeburg zu sein, um in den Genuss der Fördermittel des Landes Niedersachsens für die zukünftigen Programme zu kommen.

„Die Menschen können es kaum abwarten, das System nutzen zu dürfen und fiebern förmlich der ersten Fahrt entgegen. Wir gehen davon aus, dass Rat und Verwaltung diese Steilvorlage nun aufnehmen, den Bückeburger Anrufbus unterstützen und sich weitere Mitglieder und Fahrer finden werden“, so Rechtien abschließend. Foto: pr

Foto: Das Vorstandsteam mit Sprecher Claus Rechtien (v.li.), Horst Frensel, Hartmut Fenker und Andreas Paul Schöniger 

Kurz-URL: https://www.bueckeburg-lokal.de/?p=60605

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