CDU-Fraktion:
„Brauchen ein transparentes Verfahren bei möglicher Bauerngut-Erweiterung

Bückeburg (mm-23.01.21). In einer Pressemitteilung ihres Vorsitzenden Axel Wohlgemuth (Foto) mahnt die CDU-Fraktion gegenüber dem Bürgermeister ein transparentes Verfahren bei der von der Firma Bauerngut geplanten Erweiterung an.

„Uns haben zahlreiche Anfragen und Stellungnahmen zu der geplanten Erweiterung der Fa. Bauerngut erreicht. Ich kann allen Bückeburger Bürgern versichern, dass sich die CDU Fraktion sehr intensiv mit der Thematik der von der Fa. Bauerngut geplanten Erweiterung befasst“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Axel Wohlgemuth.

Bei der Firma Bauerngut handele es sich zweifelsohne um einen für Bückeburger Verhältnisse recht großen Arbeitgeber; daher seien im laufenden Verfahren alle Argumente für oder gegen den Bau zu ermitteln und zu bewerten, übrigens auch die möglichen Konsequenzen eines mittelfristigen Fortgangs der Firma Bauerngut.

Dass Firmen durchaus bereit sind, ihre angestammten Orte zu verlassen, zeige das Beispiel der Firma XOX, die ihren Sitz und einen Teil der Produktion von Hameln nach Lauenau verlegt. Derzeit habe die CDU-Fraktion – genau wie die zahlreiche Bürger – noch viele offene Fragen, insbesondere zur Notwendigkeit der Nähe zwischen dem vorhandenen Werk und dem geplanten Erweiterungsbau.

Zudem fehlten der Fraktion bis heute die konkreten Pläne der Firma Bauerngut und die bereits geforderte Visualisierung des Vorhabens. Auf beides habe die CDU-Fraktion, so Wohlgemuth, den Bürgermeister bereits vor Weihnachten noch einmal hingewiesen.

„Die CDU-Fraktion nimmt den Bürgermeister beim Wort, dass wir uns immer noch in einem frühen Stadium des Vorhabens bewegen. Eine endgültige Festlegung für oder gegen die Erweiterung ist daher aus Sicht der CDU-Fraktion zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich.“

Die CDU-Fraktion sei deshalb von der Festlegung der SPD-Fraktion im Rahmen der Ratssitzung im Dezember für den Bau sehr überrascht gewesen. „Wir kennen zum aktuellen Zeitpunkt nicht einmal die Einwände der Bürger und der Träger öffentlicher Belange, obwohl die Frist bereits im November geendet ist, da die Auswertung der Stadt noch läuft“, so der Fraktionsvorsitzende.

Die Entscheidung über die Aufhebung des Landschaftsschutzgebiets werde zudem nicht in Bückeburg vom Stadtrat, sondern vom Kreistag in Stadthagen getroffen. „Von dort haben wir bisher auch noch keine Signale erhalten, ob dies aus Sicht der Kreispolitik vorstellbar ist“, ergänzt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Iris Gnieser. Die CDU Fraktion werde sich für ein transparentes Verfahren einsetzen.

„Wir als Entscheidungsträger wollen umfassende Informationen vom Bürgermeister und der Firma Bauerngut, aber auch die Bürger verlangen zu Recht – weil es sich um einen massiven Eingriff in Natur und Landschaft handelt -, dass sie bei dieser Entscheidung mitgenommen werden“, so Wohlgemuth abschließend.

Kurz-URL: https://www.bueckeburg-lokal.de/?p=57607

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