„Brauchen wir einen weiteren RuheForst?“
SPD sagt Nein zu weiteren privaten Waldfriedhof

Bückeburg (mm-31.03.21). Albert Brüggemann (Foto), der Vorsitzende des SPD Ortsvereins Bückeburg, erinnert in einer Pressemitteilung daran, dass es sowohl im Bauausschuss als auch im Verwaltungsausschuss während der jüngsten Sitzungen zu widersprüchlichen Abstimmungsergebnissen zu Anträgen gekommen ist, „die für die Stadt weitreichender sind, als es auf den ersten Blick erscheint.“

Ein privater Forstwirt habe, so Brüggemann, die Einrichtung eines weiteren Begräbniswaldes in Bückeburg auf seiner Parzelle innerhalb des Schaumburger Waldes beantragt – „also ein auf Gewinn ausgerichtetes Vorhaben, das über einen sehr langen Zeitraum wirtschaftlich betrieben werden muss.“ Anders als die von den ev.-lutherischen- und der reformierten Gemeinde betriebenen Universalfriedhöfe im Stadtgebiet. Hier dürfen laut Brüggemann keine Gewinne erwirtschaftet werden.

Zudem seien sie barrierefrei, gut zu erreichen, haben einen Parkcharakter und stehen allen Glaubensrichtungen offen. Inzwischen seien sie soweit modernisiert worden, dass bis auf Seebestattungen alle anderen Beerdigungsformen möglich sind. Allerdings hätten sie einen hohen Pflegeaufwand.

Durch die dem Zeitgeist entsprechende Zunahme von platzsparenden Urnenbestattungen, die Konkurrenz durch den RuheForst (Foto) im Harrl („übrigens ein Franchise-Unternehmen“) und den demografischen Wandel seien die Gebühreneinnahmen für alle Kirchengemeinden stark zurückgegangen. Schon jetzt unterstütze die Stadt Bückeburg die Stadtkirchengemeinde bei der Unterhaltung des Friedhofes an der Scheier Str. mit erheblichen Geldmitteln.

„Trotzdem stehen dort Personalentlassungen bei den Gärtnern an. Zudem wurde bisher auch immer die starke Belastung des Waldes durch die Beisetzung der stark toxischen Totenasche und der unvermeidbaren Beschädigung des Wurzelwerks der Bäume außer Acht gelassen. In Teilen von Hessen müssen deshalb die Urnen aus unverrottbarem Edelstahl sein, um das Grundwasser zu schützen – die SPD in Bückeburg plädiert aus den genannten Gründen dafür, keinen weiteren privaten Waldfriedhof zuzulassen“, so Brüggemann abschließend.

Kurz-URL: https://www.bueckeburg-lokal.de/?p=58755

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