„Würden gern alle Wünsche des Sports erfüllen“
Zwei Ballfangzäune in Netzform für Sportanlage in Achum

Bückeburg (mm-14.04.19). Während der Sitzung des Sport- und Partnerschaftsausschusses im Sportheim des FC Hevesen an der Achumer Wiese wurde der Antrag der Turnerschaft Rusbend diskutiert, mit dem Bau einer Rettungstreppe an der Sporthalle Meinsen einen zweiten Rettungsweg zu schaffen. Aus baurechtlichen Gründen dürfen zurzeit nur zehn Personen zeitgleich Versammlungsraum und Tribüne nutzen.

Auch die Sporthalle Meinsen ist zu 100 Prozent ausgelastet. Durch den Bau einer Rettungstreppe könnten Tribüne und Versammlungsraum beispielsweise für Gymnastik und Turnen genutzt werden; auch eine weitergehende Nutzung durch Grundschule und Kindergarten wäre möglich.

Die Kosten werden von der Verwaltung auf 30.000 Euro geschätzt und sind im Haushalt 2019 nicht eingeplant. „Eine Menge Geld“, meinte Peter Kohlmann (CDU), zumal auch nach der Realisierung der Maßnahme nur 20 Personen sich in den genannten Räumen aufhalten können. „Viel Geld, aber eine Lösung für viele Jahre“, so Reinhard Luhmann (SPD). Der Ausschuss fasste den Beschluss, die erforderlichen Kosten zu ermitteln und im Haushalt 2020 zu verankern. „Es wird in den jeweiligen Haushaltsklausuren Diskussionen geben“, ahnt Ausschussvorsitzender Dieter Everding.

Im Frühjahr 2019 hat die Stadt Bückeburg auf der vom FC Hevesen genutzten Sportanlage an der Achumer Wiese eine Menge Bäume roden lassen (Foto), die nicht mehr die erforderliche Standfestigkeit besaßen. Bisher hatten diese Bäume verhindert, dass Bälle, die im Training oder während des Spiels das Tor verfehlt haben, auf die Straße flogen und Unheil anrichten konnten.

Als Eigentümerin der Sportanlage ist die Stadt verantwortlich für die Verkehrssicherungssicherheit und muss schnellstens handeln, um einer möglichen Haftung zu entgehen. Fachgebietsleiter Lennard Braun berichtete dem Ausschuss, dass Angebote für zwei Ballfangzäune in Netzform eingeholt wurden, die auf einer Breite von 40 Metern und in einer Höhe von sechs Metern hinter dem A- und dem B-Platz angebracht werden sollen. Die Kosten liegen bei etwa 10.000 Euro.

„Ein Drahtzaun ist haltbarer, alles spricht gegen Netze, so wird kein Geld gespart, das ist zu kurzsichtig gedacht“, monierte Achums Ortsvorsteher Gerhard Schöttelndreier und verwies auf entsprechende Gutachten von KSB und LSB im Internet. „Ja, die Stadt ist verkehrssicherungspflichtig und wird handeln, bei der Art und Weise müssen wir aber auch die Kosten berücksichtigen“, erwiderte Braun. Zudem sei ihm von der Firma mitgeteilt worden, dass aus Gründen des Lärmschutzes Zäune aus Metall oft nicht genommen werden. „Eine erneute Ausschreibung dauert Monate, in Bundesligastadien habe ich bislang nur Netze gesehen“, meinte Luhmann. Der Ausschuss stimmte der Vorlage der Verwaltung einstimmig zu.

Während der Einwohnerfragestunde beschwerte sich Peter Möse vom Vorstand des VfR Evesen über den „miserablen Zustand“ der Hammerwurfanlage in Evesen. Die Leistungen der Sportler seien zum Teil Weltklasse, die Trainingsbedingungen dagegen „unterste Kreisklasse“. Man sei beim Bürgermeister gewesen, aber es sei nichts passiert. Es bestehe die Gefahr, so Möse, dass keine Wettkämpfe mehr stattfinden und die Aktiven sich anderen Vereinen anschließen.

„Wir möchten gern alle Wünsche des Sports erfüllen, sind aber im Haushalt durch Ausgaben für Kitas und Schulen stark eingeschränkt“, meinte Dieter Everding, der neue Vorsitzende des Ausschusses, zum Ende der Sitzung. „Also Wünsche ja, aber bitte mit Maß und bitte keine Vergleiche wie, ‚der hat das, aber wir nicht'“.

 

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