„Viele Täter, viele Mitläufer, viele Opfer“
Gedenkfeier zum 20. Juli 1944

Bückeburg (mm-21.07.18). Während einer kleinen Gedenkfeier haben Bürgerinnen und Bürger am Freitagvormittag auf Einladung von Rat und Verwaltung an die Männer und Frauen des Widerstands gegen den Nationalsozialismus erinnert. Bürgermeister Reiner Brombach hat gemeinsam mit Oberst Bodo Schütte (Foto) und einer Abordnung der Bundeswehr an der Freiherr-von-Plettenberg-Gedenktafel am Gebäude der „Hofapotheke“ stellvertretend für alle Opfer des deutschen Widerstands einen Kranz niedergelegt.

Während der Hitler-Diktatur, so Brombach, sei das Leben für viele Menschen in Deutschland zur Hölle geworden – Juden, Sinti, Roma, Homosexuelle und Behinderte hätten um ihr Leben fürchten müssen. Das Hitler-Regime sei von der Mehrheit des deutschen Volkes getragen worden; die ganze Welt hätte sich während der Olympischen Spiele 1936 von dem Geschehen ein Bild machen können.

„Es gab viele Täter, viele Mitläufer und viele Opfer, aber auch Menschen, die sich das gegen das Regime gestellt haben, ohne Rücksicht auf Beruf, Familie und das eigene Leben wie von Stauffenberg, von Treschkow, von Schlabrendorff, Kurt Freiherr von Plettenberg und in Bückeburg auch Friedrich Muckermann und Pastor Mensching“, erinnerte der Bürgermeister.

Zu Beginn des Unrechtsregimes seien auch unter den späteren Widerstandskämpfern viele Anhänger der Nazis gewesen, aber nach einem Blick hinter die Kulissen seien aus Befürwortern Gegner geworden. „Erinnerung ist wichtig, um Wiederholungen zu verhindern“, betonte Brombach.

Alle hätten gedacht, in Deutschland würde so ein Gedankengut nie wieder Fuß fassen, aber Rassismus und Menschenrechtsverletzungen seien wieder an der Tagesordnung. „Wir alle müssen dafür sorgen, dass Antisemitismus und Menschenrechtsverletzungen nicht hingenommen werden“, forderte Brombach.

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