Pfadfindergroßlager durchs Objektiv
Hanna Röwer berichtet aus Wittenberg

Bückeburg (mm-16.08.17). Gerade noch auf einer 30 Hektar Wiese bei Wittenberg, jetzt schon wieder am Schreibtisch: In der letzten Woche hat Hanna Röwer vom Stamm Bilche Bückeburg als eine von über 500 ehrenamtlichen Mitarbeitern am VCP Bundeslager im Media-Team mitgewirkt und hatte anschließend eine ordentliche Zahl Bilder zu sortieren. Zwischen Schwarzzelten, Lagerfeuer und über 4200 Teilnehmern hat sie zehn Tage lang alles fotografiert, was die Außenwelt interessieren könnte und Pfadis besonders in Erinnerung behalten wollen. Nun hat sie uns ihren Bericht mit Fotos für eine Veröffentlichung zur Verfügung gestellt.

Herausgelöst aus dem Vierjahres-Turnus hat das Großlager nach 2014 bereits dieses Jahr wieder stattgefunden, da das Reformationsjubiläum als Anlass und zur Inspiration genutzt wurde. Unter dem Motto „Weitblick“ wurden die Teilnehmer/innen in das Jahr 2517 versetzt und sollten mutig wie Luther die Welt reformieren. Dazu lebten die Teilnehmer und 200 Gäste aus 15 Nationen in neun verschiedenen Teillagern, die mit ihrem jeweils eigenen Motto eine eigene Idee in die Zukunft bringen wollten. Um solch ein Projekt umsetzbar zu machen, waren die Helfer nicht nur während sondern auch bereits zwei Wochen zuvor auf dem Lagerplatz Tag und Nacht im Einsatz.

Das Media-Team, in dem Hanna mitarbeitete, bestand zum Großteil aus Amateur-Fotografen. Mit ihren Bildern und Videos wurden sowohl die Social-Media-Kanäle als auch die Presse regelmäßig bespielt, damit Außenstehende sowie Eltern einen Einblick ins bunte Lagerleben erhaschen konnten. Dass viele Eltern sich auch einfach freuen zu sehen, dass ihr Kind glücklich und nicht komplett im Dreck versunken ist, kennt Hanna selbst von ihren Eltern.

Sie ist nun schon 10 Jahre bei den Pfadfindern dabei, und dies war ihr drittes Bundeslager, dabei ihr erstes als Mitarbeiterin: „Als Mitarbeiterin erhält man noch einmal einen ganz anderen Blick für solch ein Großlager, vor allem natürlich durch eine Kameralinse“, berichtet Röwer. Dadurch sei sie mit einem ganz anderen Auge über den Lagerplatz gegangen, da man die kleinen Momente sucht und dadurch die gute Energie des Bundeslagers und der Pfadfinderei findet.

Auch ihr Heimatstamm, die Bilche aus Bückeburg, war mit einer Gruppe angereist. Mit insgesamt 26 Pfadis wohnten sie im Teillager „Titanes“, das vom VCP Hamburg organisiert wurde und es sich zum Auftrag gemacht hatte, mehr Party und Glitzer in das Jahr 2517 zu bringen. Neben dem Rahmenprogramm, das ein Großspiel auf dem Lagerplatz und eine Stadtrallye durch Wittenberg mit Besuch der Weltausstellung beinhaltete, boten über ein Dutzend Programmzentren eine Vielzahl an Workshops an.

So lernten manche Bilche die Grundlagen der Gebärdensprache während andere Traumfänger bastelten. Verpflegt hat sich der Trupp selbst in einer Kochgruppe mit befreundeten Pfadfinderstämmen aus Aerzen und Hameln und wurde so Teil der Verbraucherkette: Auf dem Lager wurden knapp 5 800 Liter Milch, 32 000 Brötchen und 400 kg Käse verbraucht. Doch nicht nur zuletzt durch regionale, verpackungsarme Bezüge als auch dank des Nachbereitungsteams wurde sichergestellt, dass ein allseits bekanntes Pfadfinderzitat aufrecht erhalten wurde: Ein Pfadfinder hinterlässt nur zwei Dinge an einem Lagerplatz: Nichts und den Dank an den Besitzer. Foto: Röwer

 

 

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