Digitalisierung der Bildung
Schule auf dem Weg ins digitale Zeitalter

Bückeburg (sh-02.03.19).Die Friedrich Ebert Stiftung hatte zu diesem Thema am Donnerstagabend ins Schloss Bückeburg eingeladen. Die Bundestagsabgeordnete Marja-Liisa Völlers gab dazu eine thematische Einführung und Dr. Ulrich Schmid, Geschäftsführer MMB-Institut und Leiter des Projekts Monitor Digitale Bildung Deutschland: Schule, Hochschule, Aus- und Weiterbildung, hielt einen Impulsvortrag. Anschließend diskutierten beide mit Herbert Jancke, Projektleiter &Mobiles Lernen&, Landesinitiative n-21: Schulen in Niedersachsen online e.V., und André Sawade, Schulleiter, Ernestinum Rinteln.  

Bereits in vielen Bereichen des alltäglichen Lebens hat die Digitalisierung Einzug gehalten. Aus unserem Alltag sind Computer, Tablets oder Smartphones nicht mehr wegzudenken. Besonders Kinder und Jugendliche beschäftigen sich in ihrer Freizeit mit digitalen Medien. Das soll nun auch in Schulen und Hochschulen möglich werden. Damit die Digitalisierung in Schulen umgesetzt werden kann, gilt es, Schulen mit der notwendigen Infrastruktur auszustatten.

Hierfür hat die Politik eine entsprechende Finanzierung bereitgestellt. Mit dem „Digital Pakt Schule“ will der Bund die Digitalisierung der Bildung voranbringen und würde hierfür fünf Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Das sind pro Schule 30.000 Euro. Obgleich die Digitalisierung der Schulen mit Neuerungen und Erleichterungen verbunden sein wird, bedeutet sie in gleichem Maße neue Herausforderungen für die Lehrer und Lehrerinnen.

Daher ist es notwendig, auftretenden Fragen nachzugehen, wie denn die Digitalisierung der Bildung gestaltet werden kann. Welche Chancen und Risiken gehen damit einher und wie werden die Schulen auf die Neuerungen vorbereitet? Wie lernen eigentlich LehrerInnen den Umgang mit digitalen Medien und digitaler Bildung?

Marja-Liisa Völlers: „Wir sind alle ein Teil des digitalen Wandels. Lassen Sie uns die Herausforderung als Chance sehen. Die digitale Bildung fängt nicht in der Schule an und hört dort auf. Mein Wunsch für die Zukunft ist, dass Lehrer und Schüler digital und analog ganz viel Spaß und Motivation im Erlernen der digitalen Welt haben.“

André Sawade: „Der Lehrer ist ein Experte im Unterricht. Er stellt sich die Frage, wie bringe ich relevante Themen optimal an die Schüler? Und ohne den Schulleiter, der den pädagogischen Mehrwert sieht, geht es nicht. Unser Gymnasium ist super gut aufgestellt. Wir sind bestens vorbereitet. Wir machen den Unterricht nicht von Morgen, sondern schon von Übermorgen.“

Dr. Ulrich Schmid: „Die Schulen verkennen die pädagogischen Potenziale der Digitalisierung. Es herrscht eine große Skepsis. Trotzdem bilden sich 91 Prozent der LehrerInnen in Eigenregie digital weiter.“ Herbert Jancke: „Jetzt ist er da, der digitale Pakt! Das Lernen mit digitalen Geräten soll sich in allen Fächern widerspiegeln. Es bietet sich ein ganz neuer Strauss von Möglichkeiten und Angeboten.“

In seinem Schlusswort sagte der niedersächsische Kultusminister Grant Hendrik Tonne: „Die Digitalisierung gehört in die Schule. Die digitale Veränderung ist ein permanenter Prozess. Wir werden mitgehen und Schritt halten. Die Fragen, die auftauchen werden wir bearbeiten. Die Hauptfrage wird sein: Wie halte ich den Kopf über Wasser, um aus der Fülle an Informationen das Richtige vom Schrott auseinander zu halten. Da sind wir alle gefragt. Sehen wir die Chance und den Wandel positiv.“

Foto 1: Gesprächsrunde mit Moderatorin Anja Kamera (v.li.), Andre Sawade, Dr. Ulrich Schmid, Herbert Jancke und Marja-Lisa Völlers 

Foto 2: Kultusminister Grant Hendrik Tonne

Kurz-URL: http://www.bueckeburg-lokal.de/?p=44730

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