Umweltbildungszentrum „Wilde Karde“
Zusage Fördergelder von der Petra-Hautau-Stiftung

Tallensen-Echtorf (mm-23.06.22). „Die Gemeinde Seggebruch hat dieses Grundstück mit dem baufälligen Fachwerkhaus gekauft, um es abreißen zu lassen“, blickte Bürgermeister Jörn Wittkugel zurück. Im Rahmen der Dorfentwicklung hatte das Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser (ARL) in Hildesheim dieses alte typische Schaumburger Bauernhaus in der Straße „Im Dorfe 6″ in Tallensen-Echtorf als erhaltungswürdig eingestuft und in 2020 erstmalig Fördermittel über inzwischen über 500.000 Euro in Aussicht gestellt.

Am Montagnachmittag hatte Eva von Löbbecke, Vorsitzende des im Dezember 2021 gegründeten Vereins „Umweltbildungszentrum Wilde Karde Seggebruch e.V.“ zu einem Pressetermin eingeladen, um über erste Aktivitäten des Vereins, der seit April 2022 gemeinnützig ist, zu berichten und die Fortschritte der im Sommer 2021 begonnenen Sanierungsarbeiten zu besichtigen.

Anlass für das Treffen war aber die im April erfolgte Förderzusage der Petra-Hautau-Stiftung, eine halbe Personalstelle für ein Jahr zu übernehmen und für ein zweites Jahr zu signalisieren. Von Löbbecke und ihre Vorstandskolleginnen Prisca Rüßau, Dagmar Schmidt und Ursula Gallmeier freuten sich, Petra Hautau und ihre Tochter Franziska sowie Samtgemeindebürgermeister Ditmar Köritz und Bürgermeister Jörn Wittkugel (Foto) begrüßen zu können.

Der Verein habe es sich, so von Löbbecke, zur Aufgabe gemacht, das Haus mit Leben zu erfüllen, für den Landkreis eine Umweltbildungseinrichtung für Kinder und Erwachsene zu schaffen und Angebote zu den Themen Natur und Umwelt zu unterbreiten. Für die Planung und die Organisation der Kurse brauche der Trägerverein die halbe Personalstelle, die ein kleines Büro vor Ort besetzen wird, zur Unterstützung.

Der Verein sei schon aktiv geworden und habe an anderen Orten Kurse gegeben. Man sei froh, die VHS als Projektpartner gewonnen zu haben. „Bei der Gemeinde und der Samtgemeinde sind wir offene Türen eingerannt, wir warten auf die Fertigstellung – wir sind bereit“, so Eva von Löbbecke abschließend.

„Die Stiftung ist 2018 ins Leben gerufen worden, als wir die Firma in andere Hände gegeben haben; dank der erhaltenen Mittel wollen wir etwas an die Gesellschaft zurückgeben – wir haben viel Arbeit, aber auch viel Glück gehabt“, meinte Petra Hautau. Das Anliegen der Stiftung sei es, etwas für Kinder und für Bildung zu tun. „Naturschutz wird immer wichtiger“, meinte Petra Hautau.

In Schaumburg sei es sehr schön, man wolle etwas dafür tun, dass es schön bleibt. „Das Gebäude ist erhaltenswürdig und wird nach der Fertigstellung optisch eine Augenweide sein – wir freuen uns auf die Eröffnung“, so Petra Hautau. 

„Ich habe einen Faible für Kinder, Natur und alte Bauernhäuser – Natur ist für mich eine Herzensangelegenheit“, ergänzte Franziska Hautau. Sie begrüßt das Bildungszentrum in unserer Region und dankt allen Beteiligten für ihren Einsatz.

Jörn Wittkugel betonte, dass das Objekt für die Gemeinde Seggebruch „eine ziemlich große Nummer“ sei. Die Dorfgemeinschaft habe bisher 597 Stunden in Eigenleistung an der Sanierung mitgewirkt („schöne Arbeit gibt es hier nicht“). Die Auflagen des ARL sehen laut Wittkugel vor, dass das Objekt zum Oktober 2023 fertiggestellt sein muss.

 

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