Stadt erhebt ab Juli wieder Gebühren
„Eingeschränkter Betrieb“ in den Kindertagesstätten

Bückeburg (mm-26.06.20). „Seit Anfang der Woche gibt es wieder einen ‚eingeschränkten Betrieb‘ – alle Kinder können wieder ihre Kindertagesstätte aufsuchen, so dass der Verwaltungsausschuss beschlossen hat, die Gebühren für die Betreuung und das Essen wieder ab 1. Juli zu erheben“, berichteten Bürgermeister Reiner Brombach und Christian Schütte, Fachbereichsleiter Familie und Soziales.

Nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie hatte die Stadt Bückeburg für den Monat März generell auf die Erhebung der Gebühren für die Kindergartenbetreuung verzichtet und sie bis zur Rückkehr in den Normalbetrieb ausgesetzt. Sachlich und personell, so Brombach, seien nun alle Möglichkeiten für einen Besuch gegeben, so dass die jeweiligen Gebühren als Gegenleistung fällig werden.

„Wenn die Eltern wünschen sollten, dass ihr Kind weiter zuhause betreut wird, kann dies nicht auf Kosten anderer geschehen“, verdeutlichte Brombach. Die Stadt habe sei März pro Monat 70.000 Euro laufende Kosten zu tragen gehabt. Natürlich können Eltern den laufenden Vertrag mit der Stadt kündigen, tragen dann aber das Risiko, dass bei einem gewünschten Neuabschluss später kein Platz für ihr Kind mehr frei ist.

Die Einrichtungen sind nach den Worten von Christian Schütte gut ausgelastet: Kindergarten und Hort zwischen 89 und 100 Prozent; die Krippenplätze sind zu etwa 77 Prozent vergeben. Auch zum Beginn des neuen Kindergartenjahres am 1. August habe man „sehr hohe Auslastungszahlen“.

Für die Kinder gelten zurzeit noch Kontaktbeschränkungen: Gemeinschaftsräume dürfen nicht von allen gleichzeitig benutzt werden; einzelne Gruppen dürfen sich „nicht vermischen“. Die Kinder brauchen keinen Mund-Nasen-Schutz zu tragen; für die Mitarbeiter hat die Stadt aus Gründen des Arbeitsschutzes sogenannte Visiere angeschafft. Die Öffnungszeiten sind abhängig vom verfügbaren Personal und damit zurzeit eingeschränkt.

Reiner Brombach und Christian Schütte berichteten von Planungen, zusätzliche Kapazitäten für die Kinderbetreuung zu schaffen. Die Gebührenfreiheit hat auch im Krippenbereich für ständig wachsende Zahlen gesorgt. Für vier Gruppen mit jeweils 15 Jungen und Mädchen sollen insgesamt 60 Krippenplätze zusätzlich geschaffen werden. Es würden, so der Bürgermeister zurzeit noch mehrere Standortalternativen diskutiert. Laut Schütte wird mit einem Baubeginn in 2021 geplant.

Vorgespräche wurden auch für einen Waldkindergarten geführt. „Die Gedanken sind frei; und es gibt viele geistreiche Ideen, aber am Idaturm wird es mit Sicherheit keinen Kindergarten geben“, kommentierte Brombach auf Nachfrage deutlich eine Idee aus der Politik. Es sei allen bekannt, so Brombach, dass dort mit Leader-Mitteln ein gastronomischer Betrieb gefördert worden sei.

Kurz-URL: https://www.bueckeburg-lokal.de/?p=53980

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