Sitzung Werksausschuss
Verwaltung für Sanierung des Wasserleitungsnetzes

Samtgemeinde Nienstädt (mm-17.07.21). Während der Sitzung des Werksausschusses hat Torsten Schwarze (Foto) von den Stadtwerken Schaumburg-Lippe einen Vortrag über den Zustand des Wassernetzes der Samtgemeinde gehalten. Er konnte auf eine große Menge an Daten zurückgreifen, die er mit Aufzeichnungen aus dem Jahr 2012 verglichen hat.

Ziel der Stadtwerke sei es, so Schwarze, Wasser in ausreichender Menge und Qualität zur Verfügung zu stellen und das natürlich auch wirtschaftlich zu betreiben. Dazu gehöre aber auch, Schäden und Wasserverluste zu minimieren. Der Referent konnte aufzeigen, in welcher Straße der jeweiligen Gemeinde wie viele Schäden aufgetreten sind und welches Material betroffen ist. So konnte den Kommunalpolitikern aufgezeigt werden, welche 87 Straßen die höchste Schadenquote aufweisen.

„Das Netz ist älter geworden, aber nicht schlechter“, zog Schwarze ein Zwischenfazit. „Der böse Guss-Anteil ist geringer geworden“, berichtete Schwarze. Er lag 2012 bei 52 Kilometern Länge, akutell bei nur noch 39 Kilometern. Und das Material Guss ist für fast alle Schäden verantwortlich. In den letzten Jahren wurden zunehmend PVC und Polyethylen (PE), ein Kunststoff, der als extrem robust und langlebig gilt, verwendet.

Schwarze unterbreitete den Ausschussmitgliedern den Vorschlag, langfristig alle Versorgungsleitungen aus Guss zu erneuern. Innerhalb von 45 Jahren könne man einmal das gesamte Netz austauschen, jedes Jahr rund 2,5 Prozent. „Die Sanierung einer Strecke von 9,6 Kilometern Länge erfordert Investitionen in Höhe von 3,4 Millionen Euro“, so der Mitarbeiter der heimischen Stadtwerke.

Ditmar Köritz hatte ein Angebot für ein Darlehen über 2 Millionen Euro mit einem Zinssatz „deutlich unter 1 Prozent“ bei einer Laufzeit von 20 Jahren und einer 20-jährigen Tilgung vorliegen. Die Fraktionen wollen bis zur nächsten Ausschusssitzung ein Meinungsbild erstellen.

Durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurde der Jahresabschluss 2020 der Kommunalen Beschaffungs (KB) GmbH geprüft. Es wurde bei einer Bilanzsumme von rund 375.000 Euro ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 11.063 Euro festgestellt, der durch eine Entnahme der Gewinnrücklage abgedeckt wird. Geschäftsführer Ditmar Köritz wurde uneingeschränkte Entlastung erteilt.

Ebenso wurde zum 31. Dezember 2020 der Jahresabschluss der Samtgemeindewerke Nienstädt geprüft. Einstimmig hat der Werksausschuss dem Samtgemeinderat die Entnahme aus der zweckgebundenen Rücklage für Investitionen im Wasserleitungsnetz in Höhe von rund 185.000 Euro empfohlen.

Der Jahresabschluss 2020 weist bei einer Bilanzsumme von etwa 11,5 Millionen Euro einen Jahresüberschuss von 311.000 Euro auf. Aus dem Jahresüberschuss 2020 soll ein Netto-Betrag von 100.000 Euro an die Samtgemeinde Nienstädt ausgeschüttet werden. Der Bilanzgewinn in Höhe von rund 377.000 Euro wird der Gewinnrücklage zugeführt.

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