„Reine Effekthascherei“
Wählergemeinschaft zieht Antrag zurück

Helpsen (mm-14.07.22). „Wir müssen auch auf der Gemeindeebene Einsparungspotentiale finden“, begründete Uwe Goth, Vorsitzender der Gruppe WGSN/Grüne im Gemeinderat, einen Antrag der Wählergemeinschaft, in einer Testphase bis zum 30. September auf eine Straßenbeleuchtung bis 6 Uhr morgens zu verzichten.

Bei der Landtagswahl solle die Bevölkerung befragt werden, ob sie bereit ist, einen kleinen Beitrag dafür zu leisten, dass genug Energie im Winter vorhanden ist. Olaf Schaal (SPD) wunderte sich über eine Testphase im Sommer, wenn es früh hell und spät dunkel wird und wies auf Sicherheitsaspekte hin.

Alexander Müller (SPD) erinnerte daran, dass der Gemeinderat sich schon lange Gedanken über eine Energieeinsparung gemacht und die Straßenbeleuchtung auf LED umgerüstet hat. Zudem sei im Gemeindebüro eine Pelletheizung eingebaut worden. „So einen Vorschlag kann man dem Sicherheitsbedürfnis der Bürger nicht zumuten“, so Müller deutlich.

Eva Deventer (Grüne) wies darauf hin, dass es wieder viele Veranstaltungen gibt, von denen die Leute nach Mitternacht nach Hause kommen. Zudem sei das Einsparungspotential nicht bekannt. Manfred Kesselring (SPD) berichtete, dass er als Bürgermeister oft Anrufe erhalten habe, wenn auch nur eine Lampe ausgefallen sei.

„Hier wird der Krieg für einen populistischen Schnellantrag genutzt, reine politische Effekthascherei“, sprach Friedrich Deventer (Grüne) Klartext. Uwe Goth zog daraufhin den Antrag der Wählergemeinschaft zurück.

 

 

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