Rat und Bürger spenden für Ukraine
„Wir stehen für Demokratie, Toleranz und Vielfalt“

Bückeburg (mm-12.03.22). Der Rat der Stadt Bückeburg mit dem Bürgermeister Axel Wohlgemuth an der Spitze hatte am heutigen Samstag von 10 bis 13 Uhr zu einer Veranstaltung auf dem Marktplatz eingeladen. Mitglieder aller im Rat vertretenen Parteien haben dort ein Zeichen für Demokratie, Toleranz und Vielfalt gesetzt.

Es lagen Banner mit dem Motto: „Bückeburg für Demokratie, Vielfalt und Toleranz“ aus, die jeder unterschreiben konnte, der sich für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft stark machen will. Die Banner werden anschließend am Rathaus aufgehängt.

Während der Ratssitzung am Donnerstagabend gaben Bürgermeister und Rat eine Erklärung für Demokratie, Toleranz und Vielfalt ab. Unser Staat habe, so Wohlgemuth, während der zweijährigen Pandemie funktioniert. Hilfen seien angekommen, wo sie benötigt wurden. „Der Rechtsstaat hat funktioniert“, so der Bürgermeister.

Es habe dann eine Entwicklung gegeben mit den „sogenannten Spaziergängern“ am Montagabend. Man wolle niemand in eine Ecke stellen, habe aber auch zur Kenntnis genommen, was alles öffentlich gesagt wurde. „Wir appellieren an alle Bürger/innen, aufeinander zu zuzugehen, miteinander zu reden und sich nicht von Radikalen und Feinden der Demokratie instrumentalisieren zu lassen“, heißt es in der Erklärung des Rates.

Die Grünen-Ratsfrau Cornelia Laasch (Mehrheitsgruppe CDU/Grüne/BfB/FDP) erinnerte an die Anfänge der zweijährigen Corona-Pandemie, als die Gesellschaft von Zusammenhalt und Nachbarschaftshilfe geprägt war. Inzwischen verlaufe ein Riss quer durch Familien und Freundeskreise. „Der Ton wird rauer, es kommt zu Aufmärschen und Übergriffen, immer öfter wird die Polizei angegriffen“, stellte Laasch fest.

Montagsspaziergänger würden von Rechtsextremisten wie von der vom Verfassungsschutz beobachteten AfD angestachelt, die ihre Kritik an Corona-Maßnahmen mit rechtem Gedankengut vermischen, weil sie, so Laasch, unseren Rechtsstaat ablehnen.

„Mitläufer aus der bürgerlichen Mitte müssen wissen, dass man mit Nazis nicht spazierengeht, Sehstörungen auf dem rechten Auge können bekanntlich zu bösen Spätfolgen führen“, zitierte Laasch den Achumer Ortsvorsteher Gerhard Schöttelndreier.

Die Ratsmitglieder haben am Donnerstag ihre Sitzungsgelder für die Ukraine-Hilfe gespendet. Die Erlöse aus der Abgabe von Würstchen, Kuchen und Getränken und Geldspenden während der Veranstaltung am Samstagvormittag auf dem Marktplatz gehen ebenfalls an die Hilfsorganisation „Interhelp“ und sollen, so Wohlgemuth, helfen, wo es in der Ukraine erforderlich ist sowie den Flüchtlingen aus der Ukraine. Sie werden in Familien aufgenommen, die bereit sind, den Menschen ein Dach über dem Kopf zu geben – „sie brauchen unsere Solidarität!“

Foto 1: Setzen vor der Ratssitzung gemeinsam ein Zeichen für Demokratie, Toleranz und Vielfalt: Sandra Schauer-Bolte (SPD,v.li.), Iris Gnieser (CDU), Willi Klusmeier (Grüne), Bürgermeister Axel Wohlgemuth und Oliver Salomon (Freie Wähler).

Kurz-URL: https://www.bueckeburg-lokal.de/?p=64728

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