„Polizei muss in der Fläche vertreten bleiben“
Mitgliederversammlung SPD-SGM-Verband

Nienstädt (mm-27.04.18). Vorsitzender Jörn Wittkugel konnte etwa 40 Mitglieder zu Beginn der Jahreshauptversammlung des SPD Samtgemeindeverbandes Nienstädt im „Hexenhaus“ in Sülbeck begrüßen, darunter auch Landrat Jörg Farr und den Vorsitzenden des SPD Unterbezirks Schaumburg, den Landtagsabgeordneten Karsten Becker. Wittkugel berichtete von den Aktivitäten des Vorstandes, viele Veranstaltungen hatte es im Zusammenhang mit Bundestagswahl und Landtagswahl gegeben.

Highlight, so Wittkugel, sei der Besuch des Niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil im Sportpark Südhorsten am 12. September gewesen. Nach dem Desaster bei der Bundestagswahl habe man bei der Landtagswahl in der Samtgemeinde 51 Prozent der Erststimmen und 44 Prozent bei den Zweitstimmen erreichen können. Beifall gab es für die Mitteilung des Vorsitzenden, dass Ditmar Köritz bekanntgeben habe, 2020 für eine weitere Amtszeit als Samtgemeindebürgermeister zur Verfügung zu stehen.

Jörg Farr bezeichnete die am Mittag in Stadthagen bekanntgewordene Entscheidung von Faurecia, bis 2020 die Bereiche Forschung, Entwicklung und Verwaltung in den Raum Hannover zu verlegen, als „einen herben Rückschlag für die Region“. Die Entwicklung im Landkreis sei in den vergangenen acht Jahren sehr gut gewesen, verwies der Landrat beispielhaft auf Millionen-Investitionen von Firmen in Rinteln, Stadthagen, Auetal und den jeweiligen Gewerbegebieten in Rodenberg und Bückeburg. „Die Wirtschaftsförderung hat gegriffen“, so Farr. Konzerngeführte Unternehmen seien „für uns nicht erreichbar“, so ein enttäuschter Landrat.

Karsten Becker ist überzeugt, dass die SPD bei der Bundestagswahl „unter Wert geschlagen“ wurde, bei der Landtagswahl aber der große Bedarf an einer linken Volkspartei deutlich geworden sei. „Mit einem überaus glaubwürdigen Sozialdemokraten Stephan Weil als Ministerpräsidenten gestalten wir Politik für alle und nicht für einen ausgewählten Kreis“, betonte Becker.

Der Landtagsabgeordnete erwähnte die bedeutende Rolle der Inneren Sicherheit in der Landespolitik. Wichtig seien dabei auch die Polizeidienststellen im ländlichen Raum, die wie beispielhaft in Obernkirchen, nicht aufgelöst werden sollen. „1.500 Polizisten werden zusätzlich eingestellt, die Polizei muss in der Fläche vertreten bleiben“, so Becker.

Christiane Reckmann appellierte an Ditmar Köritz, keine Gespräche über mögliche Fusionen zu führen, ohne dies zuvor mit der Politik zu diskutieren. Das Thema sei nicht ausschließlich eine Sache der Verwaltung. „Ich sehe keinen Ansatz für eine Fusion, aber es gibt andere Wege für eine Zusammenarbeit, darüber wird gesprochen“, so Köritz.

Foto 1: Jörn Wittkugel

Foto 2: Jörg Farr

Foto 3: Ditmar Köritz

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