Personalbestand und Bettenkapazitäten erhöhen
Klinikum blickt bisher positiv auf 2020 zurück

Obernkirchen (mm-10.09.20). Bereits Anfang2020 stand fest, dass sich beim Agaplesion Ev. Klinikum Schaumburg eine positive Entwicklung abzeichnet. Der Jahresfehlbetrag konnte 2019 im Vergleich zum Vorjahr um über vier Millionen Euro verbessert werden. „Es bleibt ein Jahresfehlbetrag von 8,2 Millionen Euro, aber der Trend zur wirtschaftlichen Verbesserung ist klar erkennbar“, meinte Geschäftsführer Marko Ellerhoff.

Während einer Pressekonferenz blickte er gemeinsam mit der Geschäftsführerin Diana Fortmann auch trotz der herausfordernden Zeiten durch die Corona-Pandemie bisher positiv auf das Jahr 2020 zurück. Allerdings bleibe der Rest des Jahres unvorhersehbar und fordere daher weiterhin einen hohen Einsatz.

Für die verbesserte wirtschaftliche Lage ist nicht zuletzt die Entwicklung der Patientenzahlen entscheidend. In 2019 wurden insgesamt über 50.000 Patienten versorgt, davon rund 19.000 Personen stationär. „Aus den Städten Obernkirchen, Bückeburg, Rinteln und Stadthagen konnten jeweils fünf Prozent mehr Patientinnen und Patienten im Vergleich zum Vorjahr dazugewonnen werden“, freut sich die Geschäftsführung über die gestiegene Akzeptanz.

Die ersten beiden Monate sind in 2020 mit hohen Belegungszahlen gut gelaufen, bis Mitte März der Lockdown gekommen ist. Nicht dringend medizinisch notwendige Behandlungen durften nicht mehr angeboten werden. „Die Corona-Krise ist eine der größten Herausforderungen für unser Gesundheitssystem und die Organisationen, die direkt in der Versorgung von Erkrankten oder Pflegebedürftigen tätig sind“, ist sich Fortmann sicher.

Man habe Mitte März einen Krisenstab eingerichtet und sich für die Riesenwelle aufgestellt; sogar 70 Feldbetten wurden für die Mitarbeiter organisiert. Die großen Herausforderungen seien von den Mitarbeitern professionell sehr gut gemeistert worden. Es habe, so Fortmann und Ellerhoff weiter, eine ad-hoc-Entlastung stattgefunden. Durch eine schnelle und unbürokratische Hilfe der Bundesregierung sei Liquidität geflossen.

Die Krankenhaus-Finanzierung sei innerhalb kürzester Zeit auf völlig neue Beine gestellt worden; es sei Geld für freie Kapazitäten bezahlt worden. „Uns ist es durch gutes Wirtschaften gelungen, nicht allzu sehr von unserem Wirtschaftsplan abzuweichen – die Gesundheitsversorgung in Schaumburg war deshalb zu keiner Zeit gefährdet“, berichtet die Geschäftsführung.

Man sei, so Ellerhoff, in der Normalität angekommen, man könne im Klinikum mit Infektionskrankheiten umgehen. Man habe aber auch Glück gehabt, dass das Infektionsgeschehen im Landkreis Schaumburg überschaubar geblieben sei. Unsicher sei man allerdings, wie es im vierten Quartal 2020 weitergeht. Denn dann sei mit der alljährlichen Influenza zu rechnen, erstmalig als Überlagerung mit Corona.

„Wir befinden uns in einem permanenten Wachstum, haben zusätzliche Kräfte gewonnen, haben ausreichend Kapazitäten, sind hygienisch und räumlich gut aufgestellt“, versicherte Diana Fortmann. Nachdem das Klinikum im Laufe des Jahres viele neue Mitarbeitende („Empfehlungsmarketing funktioniert“) gewinnen konnte, könne man im vierten Quartal und im Übergang zum Jahr 2021 zusätzliche Betten auf Normal- und Intensivstation betreiben.

Foto: Diana Fortmann und Marko Ellerhoff: „Die Mitarbeitenden des Klinikums haben alle einen unverzichtbaren Beitrag für eine funktionierende Gesundheitsversorgung in Schaumburg geleistet.“

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