Online Casinos – Profiteure der Coronakrise?

Corona: Eine Leidensgeschichte, die die gesamte Welt nun bereits seit mehr als einem ganzen Jahr fest im Griff hält. Während der Großteil der Bevölkerung unter der Pandemie leidet, gibt es vereinzelt auch Profiteure der Coronakrise. Zu diesen können sich wohl auch die Betreiber von Online-Casinos zählen.

Die Zahlen sprechen hier eindeutig für sich: Während die Umsätze in Spielhallen logischerweise durch Schließungen einbrachen, sind Schätzungen und Prognosen für den Umsatz aus Online Casinos quasi entgegengesetzt in die Höhe geschnellt. Unterstrichen wird dies auch durch dem starken Anstieg an Neuanmeldungen auf solchen Seiten. Ob der Trend hin zum Zocken im Internet auch wirklich nachhaltig ist und weshalb diese Trendverschiebung zustande kommen konnte, wird in diesem Bericht geklärt.

Wie die Pandemie Online Casinos unter die Arme greift

Wieso die Pandemie förderlich für die Verlagerung des Glücksspiels in das Internet ist, ist eigentlich relativ offensichtlich: Die Alternativlosigkeit. Während der Pandemie waren nahezu über den gesamten Zeitraum alle lokalen Casinos und Spielhallen in Deutschland geschlossen.

Wenn man dennoch nicht auf das Glücksspiel verzichten wollte, dann musste man Alternativen suchen. Bei dieser Suche sind die allermeisten im Internet auf diverse Seiten gestoßen, die als Ersatz für das Spielen am Automaten dienen konnten.

Allerdings sind nicht nur die bisherigen Casinogänger im Online Casino zu finden. Ebenso kamen viele Neukunden hinzu. Auch hier ist der Grund dafür denkbar simpel: Die Langeweile. Während der Pandemie und speziell während des härteren Lockdowns gab es einfach wenige Dinge, mit denen man sich beschäftigen konnte.

Für viele Menschen war es nicht mehr möglich, Hobbies oder andere Freizeitaktivitäten auszuüben. Dadurch, dass Online Casinos immer weiter an Popularität gewannen, sind auch viele solcher Personen darauf aufmerksam geworden. Hinzu kam dann auch noch, dass die meisten Menschen nur wenig Möglichkeiten hatten, ihr Geld auszugeben, weshalb mit dem einen oder anderen Einsatz auch etwas lockerer gezockt werden konnte.

Neuer Glücksspielstaatsvertrag ist auf dem Weg

Obwohl Online Casinos immer populärer werden, gibt es noch keine klaren bundeseinheitlichen Regelungen, die diese Art von Glücksspiel regulieren. Dem soll nun mit Hilfe des Glücksspielstaatsvertrages Abhilfe geschaffen werden. Dieser tritt ab dem 1. Juli dieses Jahres in Kraft und er bringt sowohl für Spieler als auch für Anbieter einige Regulierungen mit sich.

Beispielhaft für solche Regulierungen ist, dass Livespiele wie Poker oder Roulette, die im Internet per Livestream übertragen werden, laut des neuen Glücksspielstaatsvertrages nicht länger erlaubt sind.

Ebenso dürfen nicht mehr als 1000 EUR eingezahlt werden und zur Suchtprävention wird man bei einer Sperrung mittels einer bundesweiten Sperrdatei direkt auf allen Plattformen gesperrt und nicht lediglich auf einer einzigen. Ebenso darf der Betreiber unter anderem bei Automaten nur noch Maximaleinsätze von 1 EUR erlauben; und er muss den Spieler regelmäßig über Gewinne und Verluste aufklären.

Fazit:

Wie man also sehen kann, hat das Online-Casino-Geschäft durch die Pandemie einen regelrechten Boost erhalten, der durch den generellen Trend hin zur Digitalisierung auch durchaus nachhaltig sein dürfte. Allerdings wird der Markt nun durch den neuen Glücksspielstaatsvertrag deutlich stärker reguliert. Diese Regeln dienen aber größtenteils nur der Suchtprävention und sollten keine großartigen Auswirkungen auf den verantwortungsvollen Spieler haben, wobei Verantwortungsbewusstsein beim Online Casino ohnehin die Grundvoraussetzung darstellt. Foto: www.pixabay.com

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