„Nur tatsächlich erkrankte Bäume fällen“
Stellungnahme von Andreas Paul Schöniger zum Thema „Kaiserlinden“

Bückeburg (mm-12.08.22). Im Anschluss an die Pressekonferenz mit Bürgermeister Axel Wohlgemuth, Reiner Wilharm (Wirtschaftsförderung), Björn Sassenberg, Fachbereichsleiter Planen und Bauen, sowie den Fraktionsvorsitzenden der im Rat vertretenen Parteien (wir berichteten) hat Andreas Paul Schöniger (Freie Wähler) der Redaktion eine Stellungnahme zugeleitet. Schöniger (Foto) hat in den Ausschüssen kein Stimmrecht, hat sich während der Pressekonferenz aber kritisch zum Fällen und der Austausch der Kaiserlinden in der Innenstadt geäußert.

Bei den ersten Planungen vom Landschaftsarchitekten Köhler zu der Gestaltung der Innenstadt sei, so Schöniger, das Fällen der Kaiserlinden kein Thema gewesen. Erst als in einer öffentlichen Ausschusssitzung am 9. Dezember 2021 auf Nachfrage von Bürgermeister Axel Wohlgemuth das Thema „Honigtau“ auf den Tisch gekommen sei, habe es Diskussionen in den Fraktionen gegeben und möglicherweise ein Umdenken eingesetzt.

„In einer nicht öffentlichen Sitzung am 4. April kam es dann zum Beschluss, die Kaiserlinden zu fällen oder wie es mit der Entscheidung genannt wird auszutauschen“, erinnert sich Schöniger. Zur Begründung des „negativen“ Beschlusses seien weitere Argumente in der Verwaltung gesucht worden, um diese Maßnahme zu beschließen.

Es seien, so Schöniger weiter, stets nicht belegbare Ergebnisse aus Gesprächen mit „Fachleuten“ oder Kritikern herangezogen worden, die „uns als Opposition natürlich nicht bekannt sind.“ Laut Protokoll habe Herr Köhler noch im Dezember 2021 davon gesprochen, „dass der Honigtau für das Projekt eigentlich unrelevant sei und der Sandstein sich später verfärbt“. Auch das Argument, die benötigte Sitzfläche werde beschmutzt, gelte höchstens für die Dauer eines Monats. „Ein Eimer Wasser reicht“, zitiert Andreas Paul Schöniger Herrn Köhler.

„Zum Thema Kaiserlinden kommt für uns als Fraktion nur der sukzessive Austausch der Kaiserlinden bei einer tatsächlichen Erkrankung der Bäume in Frage; denn die Unterlagen, die uns vorliegen, sehen den Zustand der Bäume in einer guten Verfassung“, so Schöniger. Niemand könne garantieren, dass nicht auch die neuen Bäume noch einmal ausgewechselt werden müssen. Verwundert ist der Ratsherr der Freien Wähler darüber, „dass den Altvorderen damit indirekt unterstellt wird, kaum oder wenig Ahnung bei der damaligen Planung gehabt zu haben.“

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