Michael Baumgärtner neuer Tafel-Vorsitzender
Festakt zum 20-jährigen Bestehen und Mitgliederversammlung

Bückeburg (mm-15.09.21). Bereits im vergangenen Jahr ist die Bückeburger Tafel 20 Jahre alt geworden. Mit einer kleinen Feierstunde wurde dieses Jubiläum am Samstag vor einer Mitgliederversammlung im Le-Theule-Saal des Rathauses gefeiert. Vorsitzender Wolfgang Raschke erinnerte an den Gründungstag 4. Mai 2000 und nutzte die Gelegenheit, allen zu danken, die ein erfolgreiches Wirken ermöglicht haben: Mitgliedern, Discountern und Geldsponsoren.

Der erste Vorstand hatte sich aus dem Vorsitzenden Pastor Gerhard Brunzema als Ideengeber, der stellvertretenden Vorsitzenden Edeltraut Müller, Kassenwart Heinrich Heitmann, Schriftführer Dieter Liese und Beisitzerin Karin Gerstenberg zusammengesetzt. In der ersten Woche nach der Eröffnung wurden damals acht Familien versorgt.

Heute seien es, so Raschke, wöchentlich rund 600 Bürgerinnen und Bürgern, die von der Tafel versorgt werden. In den Hochphase 2016 waren es rund 47.000 Kunden im Jahr. Die erste Tafel in Deutschland wurde 1993 für Bedürftige und Obdachlose gegründet.

Die Bückeburger Tafel ist ein Glücksfall für Stadt und Landkreis sowie für die Kunden, die Hilfe brauchen – Sie können stolz auf Ihre Dienste am Dritten und Ihr ehrenamtliches Engagement sein“, sagte Raschke. Es werden rund 20.000 Tonnen Lebensmittel im Jahr transportiert und etwa 13.000 Kilometer gefahren.

Wir tauschen mit etwa 20 Tafeln Lebensmittel, die meisten kommen von Bauerngut“, erläuterte der Vorsitzende. Pro Jahr werden laut Raschke etwa 18.700 ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet. Der Kundenstamm habe zuletzt abgenommen, weil einige Flüchtlinge weggezogen sind. Die Bückeburger Tafel zählt 76 Mitglieder.

Am 18. März 2020 habe man, so Raschke weiter, die Tafel schließen müssen, um den Schutz der bei der Tafel Tätigen und der Kundschaft zu gewährleisten. Die zurückliegenden zwei Jahre seien erfolgreich gelaufen und die Tafel habe keinen Schaden durch Corona genommen. „Das Personal reicht aus, es gibt keine Reserven, es ist verlässlich und gut“, bilanzierte Raschke.

Bürgermeister Reiner Brombach erinnerte in seinem Grußwort daran, dass Brunzema seinerzeit erst „ideelle Widerstände“ überwinden musste. Die Zeit habe gezeigt, „wie wundervoll das gelungen ist.“ Heitmann habe dann mit wirtschaftlichem Denken die Tafel neu ausgerichtet und Raschke als ehemaliger Soldat Ordnung in die Angelegenheit gebracht.

Die Tafel funktioniert als Team“, betonte Brombach. Ein Ehrenamt sei keine Selbstverständlichkeit, jedes einzelne Mitglied habe viel Zeit eingebracht. Aber ein Ehrenamt sei nicht nur Belastung, sondern mache auch Spaß.

Während der Mitgliederversammlung wurden Satzungsänderungen beschlossen. Aus „Bückeburger Tafel e.V.“ wird zukünftig „Tafel Bückeburg e.V.“, weil die Tafel Deutschland eine Vereinheitlichung anstrebt. Zukünftig sind auch Blockabstimmungen möglich und dem Vorstand gehören nicht länger zwei Beisitzer, sondern „mindestens“ zwei Beisitzer an.

Ich danke euch für eine siebenjährige Zusammenarbeit – ich war gerne der Vorsitzende“, verabschiedete sich Wolfgang Raschke, der nicht erneut für den Vorsitz kandidiert hat. Michael Baumgärtner wurde einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt. Weiter gehören dem Vorstand an: Dr. Wilhelm Brase (2. Vorsitzender), Dieter Wehking (Kassenwart), Rainer Schäfer (Schriftführer), Brigitte Rinne, Irina Bauer, Karl-Dietrich Schmidt (alle Beisitzer).

Foto 1: Wolfgang Raschke (l.) mit Michael Baumgärtner

Foto 2: Wolfgang Raschke mit Ehefrau Barbara

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