„Mehr Blech-, weniger Personenschäden“
Kriminal- und Verkehrsstatistik der Polizei für 2021

Bückeburg (mm-10.05.22). „Hier wird eine gute Arbeit geleistet“, bilanzierte Daniela Kempa, Erste Polizeihauptkommissarin und Leiterin des Polizeikommissariats Bückeburg, als sie gemeinsam mit Marc Dehne und Pressesprecher Matthias Auer heimischen Presservertretern die Polizeiliche Kriminal- und Verkehrsstatistik für 2021 vorstellte und erläuterte.

Die Anzahl der Straftaten ist rückläufig (2.293); und die Aufklärungsquote hat sich mit 66,25 Prozent weiterhin auf einem sehr guten Niveau stabilisiert. Bei der Aufteilung der Straftaten zeigt der Anteil der Vermögens- und Fälschungsdelikte eine ansteigende Tendenz (23 Prozent). „In diesem Bereich ist der Anteil der sogenannten Internetstraftaten besonders hoch“, berichtet Daniela Kempa.

„Es gibt viele Versuche, ältere Menschen über den Tisch zu ziehen“, so Matthias Auer. Die Polizei wird persönlich in der Innenstadt die Broschüre „Im Alter sicher leben“ mit Verhaltenstipps an Personen ab 70 Jahre verteilen. „Es wird Kriminellen oft zu einfach gemacht“, weiß Marc Dehne.

Mit insgesamt 31 Taten, davon 13 vollendet, liegt das Aufkommen an Wohnungseinbruchsdiebstählen auf einem 10-Jahres-Tiefstwert. „Ziel ist es, dass die Bürger mit technischen Sicherungen auf- und nachrüsten; hilfreich ist auch eine aufmerksame Nachbarschaft“, so Kempa.

„Keine Feste, geschlossene Kneipen – die Zahlen der von Jugendlichen (bis 21 Jahre) begangenen Straftaten ist auf 224 Taten zurückgegangen“, so Auer. Allerdings habe auch die Einsichtsfähigkeit, „auch bei den Eltern“, abgenommen.

Im vergangenen Jahr sind im Bereich des Polizeikommissariats Bückeburg – die Städte Bückeburg und Obernkirchen sowie die Samtgemeinden Eilsen und Nienstädt – 1.027 Verkehrsunfälle erfasst worden. Gegenüber dem Vorjahr (950) ist das ein Anstieg um 8,1 Prozent. Gleichzeitig sank jedoch die Anzahl der Unfälle mit Personenschäden von 168 auf 116 Verkehrsunfälle, was einen Rückgang um 30,96 Prozent bedeutet. „Mehr Blech-, weniger Personenschäden“, so das Fazit von Daniela Kempa. So kam es in 2021 zu zehn Verkehrsunfällen mit schwerverletzten Personen gegenüber 28 im Jahr 2020, was einen Rückgang von 64,29 Prozent bedeutet.

Die Hauptursachen für Verkehrsunfälle waren erneut zu hohe Geschwindigkeit, Ablenkung durch das Handy, Fehler beim Abbiegen und Überholen sowie zu geringer Abstand zwischen den Fahrzeugen. Bei den Verkehrsunfällen mit Verletzten war vielfach eine Alkohol- oder Drogenbeeinflussung zu verzeichnen. Handy-Verstöße gäbe es, so Marc Dehne, nicht nur bei Autofahrern, sondern auch bei Radfahrern, „die oft glauben, einen größeren rechtsfreien Raum zu haben und gelegentlich eine Verkehrserziehung brauchen.“

Foto 1: Daniela Kempa mit Marc Dehne (l.) und Matthias Auer

 

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