„Können alles aus Eigenmitteln finanzieren“
Investitionen trotz Corona-Einbußen

Seggebruch (mm-01.02.20). Im Mittelpunkt der Sitzung des Gemeinderates stand die Einbringung des Haushaltes 2021 durch den Gemeindedirektor Ditmar Köritz (Foto). Der Ergebnishaushalt schließt mit einem Jahresfehlbetrag von etwa 111.000 Euro ab.

„Im laufenden Haushalt sind Ausgaben eingeplant, die das Leben in der Gemeinde besser machen sollen“, so Köritz und nennt beispielhaft Aufwendungen für die Förderung von Vereinen und Veranstaltungen. Ob hinsichtlich der Corona-Pandemie die Mittel tatsächlich abgefordert werden, bleibt abzuwarten.

Mit eingeplant wird eine Kostenbeteiligung für die Sanierung der WC-Anlagen im Feuerwehrgerätehaus Schierneichen. Ein erheblicher Kostenfaktor („das sind die Kinder uns aber wert“) sind die Zuweisungen an die Gemeinde Helpsen für die Kinderbetreuung im Kindergarten Bergkrug und die Krippe in Höhe von insgesamt rund 340.000 Euro. Es wird eine höhere Beteiligung des Landkreises an diesen Kosten gefordert; diese sei auch zugesagt worden.

Im Bereich „Wohnbauförderung“ wurden für das neu erworbene Objekt „Im Dorfe 6“ Gelder für die laufende Bewirtschaftung im Haushalt eingestellt. Der Ansatz für die Unterhaltung der Gemeindestraße wurde auf 30.000 Euro reduziert.

Durch das erhöhte Steueraufkommen auf der Ebene der Samtgemeinde wird sich die Schlüsselzuweisung um rund 2 Millionen Euro verringern. Das bedeutet für die Gemeinde Seggebruch eine Reduzierung ihres Anteils auf 174.000 Euro; das entspricht einem Rückgang von etwa 140.000 Euro.

Im Finanzhaushalt ist der Saldo aus laufender Verwaltungstätigkeit mit 23.400 Euro erstmalig negativ. Dies ist eine Folge der Corona-bedingten Rückgänge bei den Steuereinnahmen und den Schlüsselzuweisungen. Für die Neu-Gestaltung des Dorf-Festplatzes in Tallensen-Echtorf innerhalb des Dorfentwicklungsprogramms ist ein Eigenanteil in Höhe von ca. 120.000 Euro eingeplant. Für die ersten Maßnahmen beim Projekt „Ärztehaus“ wurden für 2021 rund 150.000 Euro bereitgestellt.

„Es ist positiv, dass Seggebruch alles aus Eigenmitteln finanzieren kann – eine negative Nachricht ist aber, dass die Gemeinde am Ende des Planungsraums in 2024 nur noch 120.000 Euro auf dem Konto haben wird“, so Köritz abschließend. Der Gemeinderat hat den Haushalt 2021 einstimmig beschlossen.

„Wir haben viel Geld ausgegeben und mit dem Mehrgenerationenhaus und dem Kindergarten viel in die Zukunft investiert – mit dem Dorfentwicklungsprogramm und allen unseren Bemühungen steigern wir unsere Lebensqualität“, ist Manuela Babatz (SPD) überzeugt. „Das Ärztehaus ist ein positives Signal – wer Fördermittel haben will, muss auch Eigenmittel haben“, so Bürgermeister Jörn Wittkugel. Die Ausweisung von Wohngebieten, so Wittkugel weiter, sei richtig gewesen; denn sie sorgen für Schlüsselzuweisungen des Landes. Friedrich-Wilhelm Dierks (CDU) dankte Köritz für die Aufstellung des Haushaltes und mahnte, „bei den Ausgaben aufzupassen.“ Foto/archiv

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