„Kein erneuter Ausfall des Sportbetriebs!“
Martin Brandt weiter Vorsitzender beim Forum der Sportvereine

Bückeburg (mm-16.09.22). Im Mittelpunkt der ersten Delegiertenversammlung des Forums Bückeburger Sportvereine seit drei Jahren im VfL-Sportheim im Jahnstadion standen am Dienstag Neuwahlen des Vorstandes und aktuelle Informationen von Verwaltung und Sport- und Partnerschaftsausschuss.

Vorsitzender Martin Brandt (VfL) wurde bei einer Gegenstimme von Reinhard Luhmann (SV Berenbusch-Nordholz) für weitere drei Jahre als Vorsitzender wiedergewählt. Einstimmig wurden Nicole Lemm (Geschäftsführerin) sowie die stellvertretenden Vorsitzenden Axel Bode (BHC), Joachim Klöpper (TVE), Peter Möse (VfR), Jan-Phillip Warnecke (TSR) und Friedhelm Winkelhake (FCH) gewählt.

Die Corona-Pandemie habe, so Brandt in seinem Bericht, dazu geführt, dass die Vereine ihren Sportbetrieb für einen längeren Zeitraum „nahezu auf null“ zurückfahren mussten. Mit einem Mitgliederrückgang seien auch die Beitragseinnahmen gesunken, die den wesentlichen Kern der Einnahmen der Vereine darstellen. Auch etliche Übungsleiter und Betreuer seien durch die lange Pause verloren gegangen.

„Der überwiegende Teil unserer Mitglieder ist uns aber treu geblieben“, meinte Brandt. Sie hätten die Zahlung der Mitgliedsbeiträge als einen „solidarischen Beitrag zur Aufrechterhaltung der Existenz des Vereins“ verstanden. Gerade in den Zeiten der Pandemie habe sich gezeigt, betonte Brandt, „dass die Vereine soziale Gebilde von unverzichtbarem Wert für unsere Gesellschaft sind und einen Beitrag zur Integration und zur Förderung von Jugendlichen leisten.“

Angesichts der aktuell dramatisch steigenden Kosten für Energie ist laut Brandt zu befürchten, dass auch Sportvereine ihr Angebot reduzieren bzw. anpassen müssen. „Wir sollten aber alle gemeinsam die Lehren aus der Corona-Zeit ziehen und die heißt: Es darf nicht erneut zu einem flächendeckenden Ausfall des Sportbetriebs kommen!“

Die Vereine seien in der Verantwortung, gemeinsam nach geeigneten Lösungen zu suchen – „dies sollte aber mit Augenmaß geschehen.“ Die Kassen der Vereine seien nach Corona erschöpft; steigende Kosten müssten somit unweigerlich auf die Mitgliedsbeiträge umgelegt werden.

Lennard Braun-Werdin von der Stadt Bückeburg informierte die Anwesenden, dass der Landkreis kürzlich angeordnet hat, die Temperaturen in den kreiseigenen Sporthallen auf 16 Grad abzusenken. Im Sanitärbereich werden es 19 Grad sein; bei den Handwaschbecken bleibt das Wasser kalt. Gute Nachricht: Es kann weiter warm geduscht werden. „Priorität hat die Aufrechterhaltung des Sportbetriebes“, betonte Braun-Werdin. Wenn aus gesundheitlichen Gründen 16 Grad zu wenig sind, müsse im Einzelfall – beispielsweise Mutter-Kind-Turnen – entschieden werden.

Willi Klusmeier (Grüne), der Vorsitzende des Sport- und Partnerschaftsausschusses, erklärte, „dass die Sportstätten energetisch in einem katastrophalen Zustand sind.“ Friedhelm Winkelhake wies Klusmeier darauf hin, dass es in Achum noch einen Sportverein gibt. Seine Vorgänger wie Dieter Everding und Wolfhard Müller hätten sich in der Vergangenheit vorgestellt und auch mal mit dem Ausschuss dort getagt. „Auch der FC Hevesen hat Probleme und musste schon Spiele absagen“, erinnerte der FCH-Vorsitzende.

Braun-Werdin berichtete von einem Antrag der sogenannten „Jamaika-plus“ Gruppe im Rat, Kindern zum 6. Geburtstag einen Gutschein für eine einjährige Mitgliedschaft in einem Bückeburger Sportverein, maximiert auf 50 Euro, von der Verwaltung senden zu lassen. Die Verwaltung sei dabei, ein Konzept zu erstellen und Probleme mit bestehenden Mitgliedschaften und Familienmitgliedschaften zu lösen.

Foto: Der Vorstand mit Jan-Phillip Warnecke (v.li.), Martin Brandt, Nicole Lemm, Axel Bode, Joachim Klöpper, Friedhelm Winkelhake und Peter Möse

 

 

 

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