Hospiz nächstes Jahr im „Haus Reiche“
CDU unterstützt Gründung

CDU und Hospiz 26.06.15Bückeburg (mm-26.06.15). Nach einer kurzen Begrüßung informierte die Vorsitzende des Hospizvereins „Via“, Edeltraut Müller, kürzlich den CDU Vorstand detailliert über das Ziel, ein stationäres Hospiz in Bückeburg zu gründen. Dieses Ziel verfolgt „Via“ bereits seit der Gründung im Dezember 2005. Die Stiftung des Krankenhauses Bethel beabsichtigt im „Haus Reiche“ ein stationäres Hospiz einzurichten, wenn das neue Klinikum gebaut und der Umzug abgeschlossen ist. Offizieller Betreiber wird die Arbeiterwohlfahrt (AWO) sein, die dann als Mieter von „Haus Reiche“ agieren soll.

Die Vorsitzende stellte dar, wie passend das „Haus Reiche“ durch seine optimale Lage und seine erweiterten Platzmöglichkeiten sei. Auch die Kosten für erforderliche Renovierungsmaßnahmen werden als verhältnismäßig angesehen, sodass genügend Mittel für die Einrichtung und Betreuung zur Verfügung stehen werden. Derzeit ist die Situation in bestehenden Hospizen durch lange Wartelisten und weite Wege für die Angehörigen geprägt. Mit dem „Haus Reiche“ kann ein Hospiz in Schaumburg geschaffen werden, das durch ein hohes Platzaufkommen sowie eine bessere Erreichbarkeit den Bedarf decken wird. Müller geht davon aus, dass das mit zehn Betten geplante Hospiz für Schaumburg kurzfristig ausgelastet sein wird. Da es nicht möglich ist, im Schaumburger Einzugsgebiet zwei Hospize zu gründen, gab es anfänglich Differenzen mit dem Verein „Lichtblick“ aus Stadthagen. Sie wurden jedoch durch eine enge Zusammenarbeit und ein gemeinsames Ziel ausgeräumt. In naher Zukunft werden sich beide Vereine zu einem Verein zusammenschließen.

Der Vorsitzende des Vorstandes, Hermann Kempf, betonte, dass es der CDU Bückeburg ein besonderes Anliegen sei, auch in Bezug auf den demographischen Wandel ein Hospiz in Schaumburg zu gründen und dieses sensible Thema politisch mehr ins Blickfeld zu rücken. „Der Tod gehört zum Leben dazu, und jeder hat ein Recht, dieses würdevoll und nach seinen eigenen Wünschen und Bedürfnissen bis zum Schluss zu führen“, meinte Kempf. Die CDU setze sich für diese Form des selbstbestimmten Lebens ein und wolle die Realisierung des Hospizes unterstützen. Daher hatte sich die Bückeburger Frauen-Union dieser Aufgabe bereits mit hohem Einsatz angenommen und durch Marmeladenverkäufe 222,22 Euro erwirtschaftet. Kempf dankte den Damen für dieses außergewöhnliche Engagement und überreichte in deren Namen den Betrag an den Hospizverein.

Foto: Hermann Kempf (3.v.r.) überreicht die Spende an Edeltraut Müller (4.v.l.).

Kurz-URL: https://www.bueckeburg-lokal.de/?p=18285

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