„Hätte euch gern Grünkohl angeboten“
SPD Ortsverein ehrt Willi Kietsch

Seggebruch (mm-18.10.20). Im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Seggebruch am Freitagabend im Sitzungssaal der Samtgemeindeverwaltung in Helpsen standen Wahlen und Ehrungen. Helmut Wiemann gehört der Partei seit 65 Jahren an. Er konnte an der Versammlung nicht teilnehmen; die Ehrung soll zuhause nachgeholt werden.

Willi Kietsch wurde für eine 50-jährige Mitgliedschaft in der SPD geehrt. Vorsitzender Karsten Eickhoff überreichte ihm eine Urkunde und ein Präsent. „Ich bin am 4. Juli 1970 in den Ortsverein Kirchhorsten eingetreten, war mit 18 Jahren noch nicht volljährig und der jüngste Juso“, erinnerte sich Kietsch.

Wegen der „Zwangspause“ konnte Eickhoff in seinem Jahresbericht von keinen Veranstaltungen berichten. Auch die für den 1. November geplante Jubiläumsfeier anlässlich des 75-jährigen Bestehens des SPD-Ortsvereins Seggebruch wird nicht stattfinden können, soll aber in 2021 nachgeholt werden. „Ich hätte euch gern heute Abend Grünkohl angeboten, aber bei der Feuerwehr konnte die Versammlung nicht stattfinden“, bedauerte Eickhoff. Der Vorsitzende gab bekannt, dass der Internet- und der Facebookauftritt des Ortvereins mit Unterstützung von Manuela Babatz und Willi Kietsch neu organisiert und optimiert werden soll.

Hartmut Möller wurde von der Versammlung zum neuen Kassierer gewählt; ebenso einstimmig Horst Struckmann zu seinem Stellvertreter. Michael Pusch wird sich als neuer Mitgliederbeauftragter für den Ortsverein einsetzen. Als Delegierter für die Versammlungen auf Unterbezirks- und auf Landesebene zur Bundestagswahl wurde Karsten Eickhoff gewählt; Ersatzdelegierte sind Michael Pusch und Willi Kietsch.

Für den erkrankten Bürgermeister Jörn Wittkugel berichtete Maik Fauth von Aktivitäten in der Gemeinde „in diesem besonderen Jahr“. Einnahmen aus Steuern und Schlüsselzuweisungen des Landes seien „sinnvoll investiert“ worden. Größter Posten waren die rund 300.000 Euro für die Kinderbetreuung im Kindergarten (210.000 Euro) und Krippe (86.000 Euro).
Die Ausflüge für Kinder und Senioren sowie eine Weihnachtsfeier wird es in diesem Jahr nicht geben. Jörn Wittkugel ließ seinen Dank an die SPD-Fraktion, den SPD-Ortsverein, den Bauhof und alle Mitwirkenden bei der Dorfentwicklungsplanung ausrichten.

Samtgemeindebürgermeister Ditmar Köritz berichtete von Corona-bedingten Einschränkungen im Dienstbetrieb der Verwaltung. Für Publikumsverkehr sei eine telefonische Terminvereinbarung erforderlich. „Bund und Land haben das vernünftig gemanagt“, meinte Köritz. Es gebe jedoch ein Zeitproblem. Die Hygienevorschriften beispielsweise für Kindergärten mit Druckdatum 2. Oktober sollten ab 8. Oktober angewendet werden, sind aber erst am 10. Oktober in der Verwaltung eingetroffen.

Da es ab 2025 einen Anspruch auf eine Ganztagsbetreuung gibt, habe der Samtgemeinderat, erinnerte Köritz, eine Woche zuvor einen wichtigen Beschluss gefasst, um mit der beschlossenen Sanierung die Grundschule Nienstädt fit für die Zukunft zu machen.

100.000 Euro wurden laut Köritz bereits für Fachplaner ausgegeben. Insgesamt betragen die Investitionskosten etwa 2,7 Millionen Euro. Dafür wird eine neue Mensa gebaut, der Altbestand saniert, ein Fahrstuhl eingebaut und die Mensa erweitert. „Wir hoffen auf Fördermittel von bis zu 70 Prozent, wenn auch nicht auf den vollen Gesamtbetrag“, so Köritz.

Der Samtgemeindebürgermeister betonte einmal mehr, dass man sich für einen trassennahen Ausbau der Bahnstrecke mit mehr Lärmschutz einsetzt, ist sich aber auch bewusst, dass der Bundesregierung der D-Takt deutlich mehr am Herzen liegt.

Foto: Eine Urkunde und ein Präsent erhält Willi Kietsch (l.) vom Vorsitzenden Karsten Eickhoff.

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