„Feuerwehr ist kein normales Hobby“

Enzen (mm-16.01.20). Am vergangenen Samstag fand die Jahreshaupt-versammlung der Feuerwehr Enzen statt. Ortsbrandmeister Christian Fischer eröffnete die Versammlung und begrüßte alle Anwesenden. Er sprach in seinem anschließenden Bericht über die 31 Einsätze der Wehr in 2019, die wiederholt auf einem hohen aber mittlerweile normalen Level liegt. In den 1000 Einsatzstunden wurden 30 Personen durch die ehrenamtlichen Kräfte gerettet.

Auch die Ausrückzeit kann sich für eine Freiwillige Feuerwehr sehen lassen, denn das Löschfahzeug rückte am Tag im Schnitt nach 4:39 min. und nachts nach 4:10 min. mit sechs Kameraden ab. Zu den Einsätzen gehörten mehrere Mittelbrände und auch der Großbrand bei PreZero in Stadthagen. Dieser beschäftigte auch die Feuerwehr Enzen aufgrund der Gefährdung mit Asbest eine Weile nach dem Einsatz.

Fischer betonte nochmal ganz deutlich, dass Feuerwehr kein normales Hobby, sondern eine wichtige Rolle in der Gesellschaft spielt und auch eine entsprechende Anerkennung durch die Bevölkerung und gerade durch die Politik verdient hat. „Wir kommen, wenn Leid, Feuer und Gefahr die Menschen bedroht“, sagte Fischer.

In der Feuerwehr Enzen sind aktuell 34 aktive Brandbekämpfer mit einem Altersdurchschnitt von 34 Jahren. Dazu 164 Förderer und 7 in der Altersabteilung. In der Kinder und Jugendfeuerwehr engagieren sich insgesamt 17 Kinder. Danken möchte er auch der Verwaltung der Stadt Stadthagen, die im vergangenen Jahr die Umsetzung der Neugestaltung der Parkplätze am Feuerwehrhaus veranlasst hat.

Der stellvertretende Ortsbrandmeister Marcel Schünke berichtete über das Ausbildungsjahr der Feuerwehr. Neben den besuchten Führungs und Qualifizierungslehrgängen wurde das Thema Flächen und Vegetationsbrandbekämpfung vermehrt behandelt. Der stellvertretende Jugendfeuerwehrwart Markus Schade berichtete über die Aktivitäten der Jugendfeuerwehr und Kinderfeuerwehrwartin Katja Saalmann über die Kinderfeuerwehr.

Grund zur Freude gab es bei Laura Gehrmann, Nils Lüder und Kai Wischhöfer, die zu Oberfeuerwehrmännern und -frau befördert wurden. Moritz Reichert, Marlo Witte und Christopher Saak konnten sich über den Dienstgrad Hauptfeuerwehrmann freuen.

Für eine 25-jährige aktive Mitgliedschaft wurden Phillip Büthe und Markus Schade von Joachim Muth ausgezeichnet, Olaf Wischhöfer für eine 40-jährige aktive Mitgliedschaft. Eine besondere Auszeichnung erhielt der ehemalige Ortsbrandmeister Detlev Seehausen; er wurde von den politischen Vertretern zum Ehrenortsbrandmeister ernannt. Heini Fauth, Willi Sölter und Gottfried Schillig sind seit 70 Jahren Mitglied der Feuerwehr Enzen.

In seinem Grußwort dankte Bürgermeister Oliver Theis den Kameraden und nannte die Feuerwehr Enzen das Maß der Dinge im Bereich Feuerwehren von Stadthagen. Er räumte Fehler der Verwaltung beim PreZero Einsatz ein und versprach eine Besserung der Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Feuerwehren.

„Es müssen neue Wege für eine moderne und leistungsfähige Feuerwehr eingeschlagen werden, die 80er 90er Jahre sind vorbei“, führte Theiß aus. Er äußerte sich außerdem sehr positiv über das junge Durchnittsalter und die positiven Mitgliederzahlen über alle Abteilungen hinweg.

Nach seinem Bericht überreichte Christian Fischer ihm noch einen neuen Helm in leuchtendem Orange mit der Aufschrift Bürgermeister. „Damit du mal einen Ersatz für den Helm aus den 80er Jahren hast und besser zu erkennen bist“, begründete Fischer sein Geschenk. Stadtbrandmeister Rolf Bruns berichtete über die Einsätze des vergangenen Jahren in der Stadt Stadthagen. Außerdem über die besonderen Einsätze wie beispielsweise PreZero. Auch Bruns dankte allen Kameraden für ihre ehrenamtliche Tätigkeit in der Feuerwehr. Foto: Sönke Fischer

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