Eschenweg bleibt Tempo-30-Zone
Rat lehnt Umwandlung in Spielstraße ab

Seggebruch (mm-22.05.20). „Hier ist alles einheitlich gepflanzt, Straße oder Bürgersteig – niemand weiß, wo was verläuft, wir haben die besten Voraussetzungen für eine Spielstraße“, meinte in der Einwohnerfragestunde während der Ratssitzung ein Anlieger des Eschenweges. Anwohner des Eschenweges (Foto) hatten mit einem Schreiben vom Dezember 2019 an den Gemeinderat den Antrag auf Umwandlung der Tempo-30-Zone in einen verkehrsberuhigten Bereich gestellt und eine entsprechende Unterschriftenliste hinterlegt.

Bürgermeister Jörn Wittkugel erläuterte nach Rücksprache mit der Straßenverkehrsbehörde im Rat die Sachlage. Danach gilt eine Tempo-30-Zone mit den Buchten als eine Verkehrsberuhigung, in der eine erhöhte Verkehrssicherheit durch das Verhalten der Verkehrsteilnehmer erwartet wird. Damit würde auch eine Verbesserung der Wohn- und Aufenthaltsqualität erreicht.

Bei einem verkehrsberuhigten Bereich, so Wittkugel, sei im Gegensatz dazu die Straße baulich so anzulegen, dass der typische Charakter einer Straße mit Fahrbahn, Gehweg oder Radweg nicht vorherrscht. Durch die räumliche Trennung des Gehweges von der Fahrbahn sei diese rechtliche Voraussetzung beim Eschenweg nicht gegeben.

Gemeindedirektor Ditmar Köritz berichtete von Messungen des Verkehrsaufkommens und der gefahrenen Geschwindigkeiten im April 2020. Im Zeitraum vom 31. März bis 9. April hätten insgesamt 835 Fahrzeuge die Straße passiert.

Lediglich 42 Fahrzeuge seien schneller als mit 30 km/h unterwegs gewesen, der überwiegende Teil der Verkehrsteilnehmer habe sich an die Vorschriften gehalten. Daher sei aus Sicht der Verwaltung eine weitere Verschärfung nicht erforderlich. Der Gemeinderat sah das genauso und lehnte den Antrag einstimmig ab.

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