Erneuerung der Leitung zur Hirschkuppe
Stadtwerke investieren viel Geld in Qualität der Wasserversorgung

Bückeburg/Steinbergen (mm-17.01.22). „Wasser ist ein wichtiges Lebensmittel, es gehört in die kommunale Hand und muss zu fairen Preisen zur Verfügung gestellt werden“, betonte Dirk Rabeneck, Geschäftsführer der Stadtwerke Schaumburg-Lippe, während eines Pressetermins. Die Stadtwerke haben im Jahr 2021 2,9 Millionen und werden im Jahr 2022 weitere 2,7 Millionen Euro in das Trinkwasser-Rohrleitungsnetz und die Infrastruktur investiert, „um die gewohnt hohe Versorgungsqualität und -sicherheit auch für künftige Generationen aufrechtzuerhalten.“

Über ein 555 Kilometer langes Rohrleitungsnetz und rund 22.000 Hausanschlüsse werden insgesamt 47 Ortschaften in Schaumburg mit Trinkwasser bester Qualität versorgt. Die jährliche Absatzmenge beträgt rund 4 Millionen Kubikmeter Wasser. 3,2 Millionen Kubikmeter Wasser kommen allein aus dem Wasserwerk Engern und Ahe, weitere 800.000 Kubikmeter Wasser aus dem Wasserwerk Stadthagen/Wendthagen.

Eine zentrale Transportleitung verläuft vom Wasserwerk Engern zur Hirschkuppe bei Steinbergen. Sie ist in den vergangenen drei Monaten von der Fachfirma Eugen Engert teilweise erneuert worden. Dirk Rabeneck und der Technische Leiter Michael Sokoll informierten während des Pressegespräches, an dem auch Axel Wohlgemuth, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung, und Oliver Theiß, Vorsitzender des Aufsichtsrates, vor Ort teilnahmen, über den Verlauf der Arbeiten und die Bedeutung des Hochwasserbehälters Hirschkuppe.

Die Erneuerung der Transportleitung sei, so Sokoll, notwendig geworden, weil das vorhandene Rohrnetzsystem zunehmend störanfällig für Rohrbrüche geworden ist. Die tiefe Lage und der altersbedingte Zustand der beiden Leitungen hatten kostenaufwendige Reparaturen von insgesamt 1 Millionen Euro zur Folge. „Dabei mussten die Arbeiter auf einer Länge von etwa 100 Metern und einer Schichtdecke von 80 bis 100 cm Jura-Fels mit einer Fräse entfernen“, so Michael Sokoll.

„Die Corona-Pandemie, aber auch die Hitzesommer der vergangenen Jahre, haben deutlich gemacht, welchen Wert es hat, dass die Wasserversorgung jederzeit krisenfest, sicher und bezahlbar verfügbar ist“, meinte Rabeneck. Nicht nur die verfügbare Wassermenge verändere sich, sondern gleichzeitig sei ein steigender Bedarf beim Trinkwasser, im Gewerbe, bei Gartenbesitzern und insbesondere bei der Landwirtschaft zu erwarten. Die Stadtwerke bereiten daher ein langfristiges Wasserversorgungskonzept vor, „um Klarheit für zukünftige Investitionsentscheidungen im Sinne der Versorgungssicherheit für die Region zu haben.“

Dirk Rabeneck nutzte die Gelegenheit, um allen Kunden zu danken, die die Stadtwerke im Dezember bei der Pandemie-bedingten Selbstablesung der Zähler unterstützt haben. Die Rückmeldequote habe bei 85 Prozent gelegen. Beim Rest wird der Verbrauch geschätzt. Foto: mm (1-4), Stadtwerke (5)

Foto 1: Dirk Rabeneck (v.li.), Oliver Theis, Axel Wohlgemuth und Michael Sokoll

Foto 2 + Foto 5: Aufwendige Arbeiten bei der Erneuerung der Transportleitung

Foto 3: Michael Sokoll erläutert die Bedeutung des Wasserbehälters Hirschkuppe.

Foto 4: Millionen Kubikmeter Wasser fließen im Jahr von Engern aus über die Hirschkuppe ins Schaumburger Land.

Kurz-URL: https://www.bueckeburg-lokal.de/?p=63857

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