Dorfentwicklung: Haus soll erhaltungswürdig sein
Fördermittel erleichtern Entscheidung

Seggebruch (mm-09.10.20). Für die Gestaltung des Dorf-/Festplatzes in Tallensen-Echtorf im Rahmen der Dorferneuerung hatte das Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser eine Förderung bewilligt. Im Bescheid wurde der Gemeinde aufgegeben, nach dem inzwischen erfolgten Grunderwerb das auf dem Grundstück befindliche Gebäude (Foto) an der Straße „In der Driften“, neben dem Feuerwehrgerätehaus gelegen, auf seine Erhaltungswürdigkeit zu untersuchen.

Während der von der stellvertretenden Bürgermeisterin Melanie Eggelmann geleiteten Sitzung des Gemeinderates Seggebruch wurde von Gemeindedirektor Ditmar Köritz berichtet, dass eine erste Begehung des Gebäudes mit dem Ingenieurbüro Wehmeyer stattgefunden hat – mit dem Ergebnis, „dass das Gebäude erhaltungswürdig sein kann.“

Volker Wehmeyer und Dipl.-Ing. Anika Melching schilderten während der Sitzung, dass ihnen nur sehr wenig Zeit bleibt, das Gebäude auf seine Sanierungsbedürftigkeit zu untersuchen, die Mehrkosten darzustellen und eine sinnvolle Nachnutzung zu ermitteln, weil ein Ergänzungsantrag bis zum 15. Oktober beim Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser vorliegen muss.

„Ja, das Gebäude ist erhaltungswürdig, aber mit welchem Aufwand?“, so Volker Wehmeyer. Er habe schon sehr viele schlechtere Häuser saniert, aber es müsse finanzierbar bleiben. Es sind Bauschäden vorhanden, und das Dach muss neu gedeckt werden. Eine Wärmedämmung sei nicht erforderlich. Wichtig sei es aber, so Wehmeyer, die Folgekosten gering zu halten.

Nach einer Sanierung des Schornsteins könnte man für eine Nutzung des Gebäudes im Winter einen Ofen aufstellen und anschließen. Toiletten sollen geschaffen und der Stall ausgebaut werden, damit ein größerer Raum für Gemeinschaftsveranstaltungen entstehen kann. Zusätzlich würde es Lagerräume geben. Bei der Außenfassade könnte man nach den Worten von Volker Wehmeyer Putz herunternehmen, säubern und neu verfugen.

Die Ratsmitglieder diskutierten über eine mögliche Nutzung. Ein „Dorfkümmerer“ bekäme eine Räumlichkeit; es wäre Platz für die Bereiche „Jugend, Bildung, Umwelt, Natur, Schulbauernhof“ vorhanden sowie eine Gelegenheit für die Dorfgemeinschaft, Vereine und Feuerwehr, Gegenstände unterzustellen. Einig waren sich Willi Kietsch (SPD) und Wilfried Sundermeier (CDU), „dass das Gebäude dauerhaft beheizbar sein muss, um auch im Winter regelmäßig genutzt werden zu können.“

Wehmeyer sprach von Gesamtkosten von 583.000 Euro inklusive Grunderwerbskosten in Höhe von 70.000 Euro. 73 Prozent, rund 426.000 Euro, würden als Fördermittel fließen. Dazu könnte ein Zuschuss des Landes für finanzschwache Kommunen kommen; für die Gemeinde bliebe dann ein Eigenanteil von etwa 87.000 Euro.

Der Rat stimmte dem geänderten Planungskonzept für die Errichtung eines Dorf-/Festplatzes mit dem Zusatz zu, dass eine dauerhafte Beheizung zu berücksichtigen ist. Die Verwaltung wurde beauftragt, einen entsprechenden Änderungsantrag beim zuständigen Amt zu stellen. Zudem fasste der Rat den Beschluss, einen Ingenieurvertrag mit dem Büro Wehmeyer in Bückeburg abzuschließen.

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