„Das Lokale macht die Geschichte“
Feierliche Eröffnung der neuen Dauerausstellung im Museum

Bückeburg (mm-27.11.22). „Bis heute haben die Handwerker im Museum gearbeitet“, berichtete Reiner Brombach, Vorsitzender des Museumsvereins Bückeburg, als er etwa 160 geladene Gäste im Großen Rathaussaal zur Eröffnung der neuen Dauerausstellung des Museums begrüßen konnte. Nach der Feierstunde machten sich die Gäste auf den kurzen Weg zum Museum, um die Veränderungen am und im Gebäude bestaunen zu können. Es ist fast alles fertig geworden. Vor dem Museum, im Eingangsbereich, steht noch ein Bauzaun. Hier entsteht ein Windfang, damit die Besucher, so Brombach, „nicht mit der Tür ins Haus fallen“; der Windfang soll auch dem Schutz der Exponate dienen.

Im August 2019 hat das Museum den Bescheid der N-Bank des Landes Niedersachsen über 852.000 Euro erhalten; die N-Bank hat 432.000 Euro übernommen. Für die Co-Finanzierung haben die Stadt Bückeburg (100.000 Euro), der Landkreis Schaumburg (100.000 Euro), die Stiftung Niedersachsen (80.000 Euro), die Niedersächsische Sparkassenstiftung und die Sparkasse Schaumburg (50.000 Euro), die VGH-Stiftung (50.000 Euro) und die Klosterkammer mit 46.000 Euro gesorgt.

Nach einer Zusage von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien über Fördermittel in Höhe von 135.000 Euro konnte neben der Erneuerung im Inneren des Gebäudes zusätzlich nach 30 Jahren einmal wieder die Außenfassade saniert, ein Fahrstuhl eingebaut und ein zweiter Fluchtweg geschaffen werden. Beteiligt haben sich an den Kosten die Volksbank in Schaumburg und die VR-Stiftung mit 20.000 Euro, die Niedersächsische Bingo und Umwelt Lotterie (20.000 Euro), die Hofkammer (8.000 Euro) und die Stadt Bückeburg (2.000 Euro).

„Das Gebäude erstrahlt innen und außen in einem wunderbaren neuen Glanz – heute ist ein Tag des Dankes an Geldgeber und Sponsoren“, meinte Brombach. Er vergaß nicht, dem Museums-Team mit der Leiterin Dr. Anke Twachtmann-Schlichter an der Spitze, allen ehrenamtlichen Mitarbeitern, dem wissenschaftlichen Beirat, den Planungsbüros, den Fachfirmen und allen Vorstandsmitgliedern zu danken, die alle zum Gelingen des Werkes beigetragen haben.

„Unser Bückeburger Museum macht wieder auf, die Dauerausstellung wurde neu konzipiert, ein tolles Farbkonzept und verständliche textliche Abhandlungen“, war Bürgermeister Axel Wohlgemuth begeistert. Mit großem Sachverstand hätten sich die Mitarbeiter auf die Spuren der Vergangenheit begeben. „Das Museum erweitert unser touristisches Angebot, mitten in der Fußgängerzone, auch bei Stadtführungen“, so Wohlgemuth.

Die Präsentation der Bückeburger Tracht mit den Erläuterungen von Renate Gewers bezeichnete der Bürgermeister als weiteres Highlight. Das Museum sei ein außerschulischer Lernort. Kindern und Jugendlichen würde die Hemmschwelle genommen, ein Museum zu betreten. „Dr. Twachtmann-Schlichter und ihr Team stellen Großartiges auf die Beine!“

„Die Sponsoren haben ein Zeichen gesetzt, dass man ein solches Projekt nur gemeinsam stemmen kann“, sagte Dr. Johannes Janssen von der Niedersächsischen Sparkassenstifung und VGH-Stiftung. Als Stiftung gebe man Geld für ein großartiges Projekt. Wichtiger sei die Würdigung der Menschen, die vor Ort arbeiten. „Wir haben als Land den Verfassungsauftrag, kulturelle Einrichtungen des ehemaligen Landes Schaumburg-Lippe zu erhalten und zu fördern“, betonte Dr. Jobst von Wintzingerode, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur.

„Wir stellen die Immobilie kostenlos zur Verfügung, sie wird verantwortungsvoll gepflegt, ich danke den Geldgebern für die großzügige Förderung“, so Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe. „Heute ist ein guter Tag für die Kultur im Landkreis Schaumburg“, meinte Jan-Philipp Beck, der stellvertretende Landrat und heimischer Landtagsabgeordneter. Die Ausstellung sei an die Bedürfnisse der Besucher angepasst und moderner geworden. „Sie haben die Weichen dafür gestellt, Schaumburger und andere Gäste von außerhalb anzulocken – Bückeburg und Schaumburg sind stolz auf Ihre Arbeit“, so Beck.

„Das Museum Bückeburg gehört zu den kleinen Museen in Deutschland, die leicht unterschätzt werden“, meinte Dr. Sylvia Necker, Leiterin LWL-Preußenmuseum Minden, in ihrem Vortrag „Von wegen Provinz! Chancen von Museen vor Ort“. Heimatmuseum und Ortsgeschichte würden oft als „verstaubt“ gelten. Dabei seien die kleinen Häuser gar nicht so veraltet; viele würden innovative, auch digitale, Projekte entwickeln.

„Das Museum Bückeburg ist eines der ältesten Museen in der Weserregion, in einem Gebäude aus dem Jahr 1564, hier wird an die Geschichte vor Ort angeknüpft, das Lokale macht die Geschichte“, so Dr. Necker. Die Geschichte werde aus vielen Perspektiven erzählt. „Es soll Spaß machen, durch das Museum und die Dauerausstellung zu schlendern.“

Foto 1, 3, 4: Eröffnung der neuen Dauerausstellung im Museum

Foto 2: Reiner Brombach bedankt sich mit Blumen bei Dr. Anke Twachtmann-Schlichter (l.) und Dr. Sylvia Necker.

Foto 5: Empfang der Gäste im Museum

Kurz-URL: https://www.bueckeburg-lokal.de/?p=69027

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