Blühwiese in Bergdorf:
Gemeinsamer Arbeitseinsatz von SPD und Nabu

Bückeburg (mm-22.11.21). „In der Mitte lassen wir die Wildblumen stehen, damit die Insekten Verstecke über den Winter haben und die Vögel Samen in den getrockneten Fruchtständen finden“, erläuerte der Bückeburger Nabu-Vorsitzende Peter Walter beim gemeinsamen Arbeitseinsatz auf der Blühwiese kürzlich in Bergdorf (Foto). Mit dem Balkenmäher wurde gemäht, und fleißige Helfer des SPD-Ortsvereins und des Nabu harkten die hoch aufgeschossenen Stängel zu Haufen zusammen. Nach getaner Arbeit gab es eine kleine Stärkung mit heißem Tee und kühlen Getränken.

Die Bergdorfer Blühwiese befindet sich am Rand des Neubaugebietes „An den Weiden“ und gehört der Stadt Bückeburg. Im März 2019 unterzeichnete Gabi Nachstedt als SPD-Ortsvereinsvorsitzende einen Nutzungsvertrag dieser Fläche, um dort ein Biotop mit regionalen Saatgut für insektenfreundliche Pflanzen anzulegen. Seitdem werden die 1000 Quadratmeter gemeinsam mit dem Bückeburger Nabu gepflegt.

Nun besteht allerdings Sorge, dass es bald mit dieser Blühwiese ein Ende haben könnte. Im September wurde im Rat der Bebauungsplan für das angrenzende Neubaugebiet „Am Bergdorfer Wege/Süd“ aufgestellt. Dort hineingenommen wurde auch die von SPD und Nabu betreute Fläche.

Nach Bekanntwerden der Pläne setzte sich Ortsvorsteher Gerd Vogel mit dem Fachbereichsleiter Planen und Bauen der Stadt Bückeburg in Verbindung. Björn Sassenberg versicherte ihm, dass dieses Areal bis 2023 noch nicht bebaut werde. Die Aktiven bedauern es jedenfalls, wenn diese Fläche danach nicht mehr als naturnaher Lebensraum für Insekten zur Verfügung steht.

Peter Walter, Bienen- und Insektenspezialist beim Nabu, konnte vor der Math 15 Kokons retten, die Wespenspinnen zur Überwinterung zwischen den Stauden gewoben hatte. Diese will er in seinem heimischen Garten in eine geschützte Ecke legen und hofft, dass die Kleinen im Frühjahr dort schlüpfen.

Den heimischen Gartenbesitzern rät er, im Herbst nicht alles ratzekahl zu schneiden. Der übertriebene Ordnungswahn habe häufig zur Folge, dass viele Insekten und andere Krabbler aus ihrem Winterversteck zwischen vertrockneten Stauden vertrieben würden. Eine wilde Ecke im Garten über den Winter stehen zu lassen, gibt auch den Puppen von Schmetterlingen die Chance, das nächste Jahr zu erleben. Zudem seien die Samen der Pflanzen ein Leckerbissen für viele Vögel in der kalten Jahreszeit. Vor allem Stieglitze könne man häufig dort finden. Foto: pr

 

 

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