„Bleibt noch viel Zeit für Eigenleistungen“
Ehrenamtliche beginnen mit Sanierung Fachwerkgebäude

Seggebruch (mm-03.05.21). Die Gemeinde Seggebruch hat das Grundstück in der Straße Im Dorfe 6 in Tallensen-Echtorf mit dem baufälligen Fachwerkhaus gekauft, um es abreißen zu lassen. Im Rahmen der Dorfentwicklung hat dann das Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser in Hildesheim das Gebäude für erhaltungswürdig eingestuft und Fördermittel für eine Sanierung in Aussicht gestellt.

Während der jüngsten Sitzung des Gemeinderates Seggebruch berichtete Bürgermeister Jörn Wittkugel von den Eigenleistungen einiger Ratsmitglieder, die von Mitstreitern aus der Dorfgemeinschaft und der Feuerwehr unterstützt wurden. Während des Winterwetters Mitte Februar hatte man unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln damit begonnen, Stroh auf dem Dachboden umzuschichten.

Nach der Räumung des Dachbodens war dieser am 6. März besenrein. 20 Muldenkipper mit Stroh wurden abgefahren. Dann wurden der Schuppen abgerissen, die Vertäfelungen, der Boxen- und Schweinestall entfernt, Wände eingerissen und Böden abgetragen. „235 Stunden wurden bisher an Eigenleistungen erbracht – eine Ersparnis von rund 10.000 bis 15.000 Euro“, konnte Wittkugel bilanzieren.

Der Bürgermeister stellte die geplanten Nutzungsmöglichkeiten vor. Das Gebäude soll als Umweltbildungszentrum und Versammlungsort für Vereine genutzt werden. Auf dem etwa 3.000 Quadratmeter großen Außengelände bleibt eine Fläche für ein Festzelt reserviert. Ansonsten sollen Spielmöglichkeiten für Kinder geschaffen und eine Boulebahn angelegt werden. Ein kleiner Grillplatz mit Vordach soll entstehen, Sitzbänke aufgestellt und eine Streuobstwiese angelegt werden.

Im Mai soll laut Wittkugel der Bauantrag gestellt werden, so dass voraussichtlich im Herbst der Baubeginn erfolgen kann. Immerhin 550.000 Euro stehen als Fördermittel im Raum, so dass Wittkugel sich vorstellen kann, „dass alle Vereine der Gemeinde Seggebruch“ von der Neugestaltung profitieren sollen. „Eine tolle Sache für die Gemeinde“, meinte Manuela Babatz (SPD), während Maik Fauth (SPD) daran erinnerte, „dass noch viel Zeit für Eigenleistungen bleibt.“ Foto: Wittkugel

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