Bergbadpokal beliebt wie eh und je
Schwimmfestival in Norddeutschlands schönstem Freibad

Bückeburg (sc-19.06.18). Das 39. Internationale Bergbad-Pokal-Schwimmfest sorgte zwei Tage in Norddeutschlands schönstem Freibad für Spaß und Spannung und viele erfolgreiche Schwimmsportler. Und wenn man einen Blick in die Historie wirft, dann könnte man auch sagen, die Stadt Berlin hat wieder einmal ihre Zweigstelle (sagen sie selbst!) besucht. Dabei sind natürlich auch Mannschaften anderer Städte aus diversen Ländern angetreten, aber gerade mit den Neuköllnern verbindet die Bückeburger sehr viel. So erzählte Jan Kölling, seines Zeichens Trainer bei den Neuköllnern, dass die 62-jährige Geschichte beider Vereine schon etwas Besonderes sei. Viele Neuköllner seien auch Mitglied in beiden Vereinen, um Bückeburg zu unterstützen.

Und wenn ein Verein aus Berlin extra seinen eigenen Schwimmwettkampf verschiebt, um am Bergbadpokalschwimmen teilzunehmen, dann ist das sicherlich erwähnenswert. Auch die vielen freiwilligen Helfer, die bereits am Donnerstag anreisen, alles soweit aufbauen, so dass am Freitag, wenn die Schwimmer anreisen, die ersten Würste schon fertig auf dem Grill liegen, unterstützen gern diesen Wettbewerb.

Überhaupt, so erzählte Kölling, sei man sehr dankbar, dass sich immer wieder Helfer finden, die ehrenamtlich in ihrer Freizeit den Sport so unterstützen. Und doch merkt man auch in Berlin, dass der Nachwuchs sich etwas zurückzieht. Mit ein Grund sei, seiner Meinung nach, dass die Kinder heutzutage so vieles andere lernen: lieber Geige spielen und zum Japanischunterricht gehen, als zum Schwimmen.

Und leider gibt es auch noch zu viele Kinder, die nicht (richtig) schwimmen können. Für viele Eltern sei das Ziel mit dem Erwerb des „Seepferdchen“-Abzeichens erreicht, dabei bedeute das lediglich, dass sich jemand 50 m über Wasser halten könne. Von daher unterstütze der Verein es sehr, dass jedes Kind sicher und gut schwimmen lernt. Also, liebe Eltern, Schwimmen ist sehr wichtig und mit dem Seepferdchen fängt es erst an!

Neben Jan Kölling traf ich dann drei Schwimmerinnen, die sich begeistert vom Ambiente des Schwimmbads zeigten und zwischen fünf und sieben Jahren dabei sind. Von der Stadt selbst haben Anja Sperling, Nicole Zindler und Milena Wunsch leider noch nichts gesehen, weil sie zwei Tage mit Wettkämpfen beschäftigt seien und dann gehe es ja leider wieder zurück nach Berlin. Eine Idee wäre es allerdings, Bückeburg mal länger zu besuchen (Schwimm-Camp?, Anm. d. Red.) und sich dann auch den Fürstenort genauer anzusehen.

Kai Lehmann (Jahrgang 2000) und Olivia Wrobel (Jahrgang 1998) sind die besonderen „Stars“ aus Neukölln, die es noch weit bringen werden und auch wollen. Oder – wie Jan Kölling so schön formulierte: „Natürlich hat man als aktiver Schwimmer auch große Ziele, warum also nicht Olympia?“ Wie bereitet man sich auf einen Wettkampf vor, fragte ich Kai Lehmann. Und er sagte, dass er den Ablauf des Schwimmwettkampfs noch einmal genau überdenkt. Für jemanden wie mich, die wie eine bleierne Ente schwimmt, schon faszinierend. Und auch das kältere Wasser („In Berlin haben wir mindestens drei Grad mehr“) schreckt niemanden ab („Alles eine Sache der Gewohnheit, wobei man sich manchmal auch überwinden muss“).

Da sie schon fast Stammkunde beim Bergbadpokal seien, sei die Frage erlaubt, ob es überhaupt noch ein Anreiz ist, ihn zu gewinnen. Und das bejahte Kölling sehr klar. Denn ein wenig hat es doch an ihnen genagt, als es einige Jahre die Konkurrenz war, die den Pokal mitnehmen durfte und von daher ist es immer ein Ziel, wieder Erste zu werden.

An Bückeburg gefällt natürlich das schöne Areal des Schwimmbads, auch, wenn es etwas „tricky“ sei, mit dem Schlafsack auf dem schrägen Hang nicht nachts herunterzurollen. Aber die Stimmung untereinander mit allen Teilnehmern sei sehr gut und für die Samstagsparty nach den Wettkämpfen würden sie ja auch extra ihre eigene Anlage mitbringen– denn „Bückeburg bezeichnen wir schon als unsere Zweigstelle“. Außerdem würden nicht bei jedem Wettkampf Finals ausgetragen, die zudem noch finanziell belohnt werden. Ein weiterer Pluspunkt für Bückeburg.

Eine letzte Frage noch bezüglich des zeitgleich stattfindenden Konkurrenzprogramms „Fußball WM“ in Russland. Da hofften die Schwimmer, dass der Busfahrer ebenso fußballbegeistert sei und auf dem Rückweg im Bus die Flimmerkiste anschalten würde, ansonsten bleibt natürlich das Smartphone. Alle Spielernamen korrekt über das Schwimmbecken rufen, hat auf jeden Fall reibungslos geklappt.

Ralph Seele, das „Bückeburger Herz“ des Schwimmfestes, sagte dazu nur sehr bescheiden, dass die „richtige“ WM im Bergbad stattfinden würde. Denn schließlich wären alle möglichen Nationen vertreten und würden Hochleistungen präsentieren. Und wer das Fußballspiel der deutschen Fußballnationalmannschaft gesehen hat, wird dem sicherlich zustimmen.

Hier nun ein paar Ergebnisse: Der Bergbadpokal geht an die SG Neukölln Berlin vor Nieuwerkerk und Hamburg. Die SGS Bückeburg immerhin auf einem guten 19. Platz. Gewinnerin des Horst-Sorban-Wanderpokals ist Nathalie Müller von der SGS Langenhagen. Gewinner des Heinz-Brandt-Wanderpokals ist Merlin Biastoch vom SV 1860 Minden.

Erfolgreichste Schwimmerin wurde Lara Langhein vom Hamburger SC und erfolgreichster Schwimmer Sören Graul von Hellas Salzgitter. Und der Schaumburg-Cup geht an die SSF Obernkirchen! Bückeburg-Lokal gratuliert allen Gewinnern und überhaupt allen Teilnehmern. Wir sehen uns beim 40. Bergbad-Pokal-Schwimmfest im Juni 2019!

Foto 1: Favorit SG Neukölln gewinnt erneut den Pokal der Stadt Bückeburg.

Foto 2: Olivia Wrobel und Kai Lehmann (l.) zusammen mit Trainer Jan Kölling von der SG Neukölln Berlin.

Foto 3: Milena Wunsch hat es aufs Treppchen geschafft und darf jubeln.

Foto 4: Anja Sperling (links) und Nicole Zindler von der SG Neukölln.

Foto 5: Start zum Rückenschwimmen

 

 

 

 

 

 

 

 

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