Standort Bückeburg begeht 16K3-Gedenkmarsch mit großer Beteiligung
(pm – 21.4.26) In würdigem Rahmen und mit großer Beteiligung hat am Standort Bückeburg der diesjährige 16K3-Gedenkmarsch stattgefunden. Die Veranstaltung stand im Zeichen des Erinnerns, der Kameradschaft und des gemeinsamen Gedenkens an die gefallenen Soldaten Hauptfeldwebel Nils Bruns, Stabsgefreiter Robert Hartert und Hauptgefreiter Martin Augustyniak.
Anlass des Gedenkens ist das sogenannte Karfreitagsgefecht vom 2. April 2010 in Afghanistan. In der Ortschaft Isa Khel im Norden des Landes, unweit von Kundus, fielen an diesem Tag drei deutsche Soldaten im Kampf gegen Taliban-Kräfte. Acht weitere Bundeswehrangehörige wurden teils schwer verwundet. Insgesamt verloren 59 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr während des Afghanistan-Einsatzes ihr Leben. Das Gefecht gilt bis heute als eines der einschneidendsten Ereignisse in der jüngeren Geschichte der Bundeswehr – ein Kapitel, das auch nach Jahren nichts von seiner Schwere verloren hat.
Die Organisation des Marsches lag in den Händen des Standortältesten, Oberst Bodo Schütte, der gemeinsam mit dem Team des Betreuungsbüros für einen reibungslosen Ablauf sorgte. Sorgfältige Planung und enge Abstimmung bildeten die Grundlage für eine Veranstaltung, die gleichermaßen würdevoll und gut strukturiert ablief. Anders gesagt: Hinter dem stillen Gedenken stand eine ziemlich präzise Organisation.
Start- und Zielpunkt des Gedenkmarsches war das Gefallenenehrenmal im Schlosspark Bückeburg. Bereits dort wurde die besondere Bedeutung der Veranstaltung spürbar. In stillem Gedenken und mit sichtbarem Respekt machten sich die Teilnehmenden auf den Weg. Die Strecke wurde gemeinschaftlich von Soldatinnen und Soldaten sowie weiteren Teilnehmenden absolviert und bot Raum für persönliche Reflexion, Erinnerung und kameradschaftlichen Austausch.
Im Anschluss versammelten sich die Teilnehmenden in der Jägerkaserne. Dort gestaltete die Militärseelsorge eine Andacht, die dem Gedenkmarsch einen weiteren nachdenklichen Akzent verlieh. Das gemeinsame Innehalten unterstrich den Charakter der Veranstaltung und rückte die Erinnerung an die Gefallenen noch einmal in den Mittelpunkt.
Danach lud das Team des Betreuungsbüros zu einem gemeinsamen Grillen ein. In lockerer Atmosphäre klang die Veranstaltung aus und bot Gelegenheit für Gespräche, Begegnungen und die Pflege des Zusammenhalts über Dienstgrad- und Organisationsgrenzen hinweg. Auch das gehört zur Bundeswehr: ernste Anlässe mit Haltung zu begehen und zugleich Raum für Gemeinschaft zu schaffen.
Der 16K3-Gedenkmarsch wurde von den Beteiligten als würdige und gelungene Veranstaltung wahrgenommen. Er verdeutlichte die Bedeutung der Erinnerungskultur innerhalb der Bundeswehr und machte zugleich den starken Zusammenhalt am Standort Bückeburg sichtbar.
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