SPD: „Digitalisierungschancen stärker nutzen“

Landkreis (mm-13.11.19). Schaumburger SPD hat sich in ihrer jüngsten Vorstandssitzung mit dem Thema Digitalisierung beschäftigt. Am Ende der Diskussion beschloss der SPD-Unterbezirksvorstand ein vom stellvertretenden Unterbezirksvorsitzenden und Kreistagsmitglied Jan-Philipp Beck (Foto) initiiertes Schwerpunktpapier.  

„Uns ist wichtig, dass das Thema nicht mit einem ängstlichen Blick betrachtet wird, sondern versucht wird, Digitalisierung positiv zu gestalten. Die Anwendung von Digitalisierung muss von den Bedürfnissen der Nutzerinnen und Nutzer, also der Bürgerinnen und Bürger gedacht sein“, so der Unterbezirksvorsitzende Carsten Ruhnau.

Für das Gelingen der Digitalisierung sei, so Jan-Philipp Beck, sicherlich eine flächendeckende und leistungsfähige Infrastruktur die entscheidende Basis. Erste Erfolge zeigten sich bereits durch den begonnenen Breitbandausbau. „Als nächstes muss sehr intensiv der Gigabit-Ausbau für alle Haushalte vorangetrieben werden“, ergänzt Beck. Neben der Infrastruktur komme aber auch der Anwendung von Digitalisierung eine zentrale Rolle zu. „Der von uns befasste Beschluss benennt Handlungsfelder, die wir für zentral erachten“, so Beck weiter.

Das SPD-Papier sieht insbesondere die WLAN- Ausstattung in kreiseigenen Gebäuden mit hohem Publikumsverkehr als einen Schwerpunkt. „Zu einem guten Serviceangebot und zu einer attraktiven Aufenthaltsqualität gehört heute ein öffentlicher WLAN-Anschluss dazu. Ziel des Landkreises muss es daher sein, dass alle kreiseigenen Gebäude einen öffentlichen WLAN-Anschluss erhalten, um für eine zeitgemäße Ausstattung zu sorgen. Auch für Sportvereine, die schnell Spielergebnisse melden müssen, wäre eine solche Ausstattung von Vorteil“, ist Beck überzeugt. Vorrangig sollen Einrichtungen mit hoher Besucherfrequenz wie Bildungseinrichtungen, Sporthallen und Verwaltungsgebäude versorgt werden.

Weiter will die SPD Digitalisierungschancen im ÖPNV nutzen. „Die Digitalisierung bietet zahlreiche Möglichkeiten, den ÖPNV kundenfreundlicher und bedarfsgerechter zu gestalten. Dies gilt besonders für den Ausbau von digitalen Auskunfts- und Ticketingsystemen. Auch kann durch digitalisierte Anwendungen eine optimale Vernetzung mit anderen Verkehrsträgern und Verkehrsangeboten erfolgen.

„In diesem Zusammenhang kommt der  Umsetzung einer Mobilitätszentrale eine besondere Bedeutung zu“, so Carsten Ruhnau. Zudem nimmt die SPD die Medienkonzepte in den Schulen in den Blick. „Die aus dem Digitalpakt zur Verfügung gestellten Mittel für Bildungseinrichtungen sollten jeweils in Medienkonzepte der Schulen eingebunden werden. So erhält die digitale Ausstattung der Schaumburger Schulen einen strategischen Rahmen, der vom Landkreis als Schulträger gemeinsam mit den Schulen vor Ort zentral gesteuert werden kann. Ziel muss es sein, dass sowohl alle Lehrkräfte als auch alle Schülerinnen und Schülern auf dem Weg digitale Konzepte in Schule umzusetzen, mitgenommen werden“, so die stellvertretende Unterbezirksvorsitzende Katrin Hösl. 

Weitere Handlungsschwerpunkte sieht die SPD in folgenden Bereichen: Aufbau eines Bürgerinformationsportals, um über kommunale Entscheidungsprozesse transparent zu informieren; Positionierung des Landkreises als attraktiver Arbeitgeber, hierzu zählen insbesondere der Ausbau von Telearbeit,  mobilem Arbeiten sowie Qualifizierungs- und Weiterbildungsangebote; der Digitalisierung von Verwaltungsdienstleistungen, um die Verwaltung bürgerfreundlicher, schneller und effizienter zu machen und die verstärkte Ausrichtung der Wirtschaftsfördermaßnahmen auf den Themenbereich Digitalisierung.

Der Beschluss des SPD-Unterbezirksvorstandes soll eine weitere Arbeitsgrundlage für die SPD-Kreistagsfraktion sein, die die angesprochenen Themen in die Arbeit der Kreistagsgremien einbringen wird.

 

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