Führungswechsel bei Umweltschutz-Einheit:
Drei Fachzüge im Fokus
(svg – 27.2.26) Elf Einsätze im Jahr, ein neues Spezialfahrzeug vom Bund und ein Führungswechsel an der Spitze: Bei der Umweltschutzeinheit der Kreisfeuerwehr Schaumburg hat sich einiges bewegt. Wer glaubt, das sei nur Formsache gewesen, irrt. Die Einheit stellt sich neu auf – organisatorisch und technisch.
Einsätze zwischen Altenheim und Großbrand
2025 wurde die USE elfmal alarmiert. Das sind zwei Einsätze mehr als im Vorjahr. Die Bandbreite zeigt, wie unterschiedlich die Lagen inzwischen sind. Groß- und Mittelbrände gehörten dazu, Gefahrguteinsätze mit Stoffaustritt, dazu Fachberater- und Messeinsätze.
Borstel, Ohndorf, Stadthagen, Möllenbeck, Hagenburg und Meerbeck standen auf der Liste. Zwei Alarmierungen an Altenheimen konnten nach erster Erkundung beendet werden. Auch das gehört zur Wahrheit: Manchmal ist der Einsatz schneller vorbei als gedacht. Besser so als andersherum.
Neuer CBRN-Erkunder im Dienst
Im Juli 2025 wurde ein neuer CBRN-Erkunder in Dienst gestellt. Das Fahrzeug kommt vom Bund und ersetzt ein 23 Jahre altes Modell. Technik altert. Besonders dort, wo Messen, Spüren und Dokumentieren sauber funktionieren müssen.
Der Erkunder ist künftig Teil des 6. CBRN-Messzugs Niedersachsen. Auch der Gerätewagen Dekon-P wird im Landkreis stärker eingebunden. Bei größeren Schadenslagen übernimmt er logistische Aufgaben und sorgt für saubere Abläufe bei der Einsatzhygiene. Klingt unspektakulär, ist aber entscheidend, wenn es ernst wird.
Weniger zufrieden ist man mit dem Messleitwagen. Das 2017 gebraucht beschaffte Fahrzeug hält mit heutigen Anforderungen nicht Schritt. Perspektivisch wird eine Ersatzbeschaffung nötig sein. So nüchtern wurde das benannt.
Drei Fachzüge für klare Abläufe
Die bisherige Struktur wurde aufgelöst. Künftig arbeitet die USE in drei Fachzügen.
Ein Zug für Katastrophenschutz und Dekontamination.
Ein Zug für Gefahrgut.
Ein Zug für Messen und Spüren.
Hintergrund sind komplexere Einsatzlagen. Extremwetter, großflächige Schadensereignisse, chemische Gefahren. Das sind keine Planspiele, sondern reale Szenarien. Die neue Gliederung soll die Kommunen flexibler unterstützen. Zuständigkeiten sind klarer geregelt. Im Einsatz spart das Zeit. Und Zeit ist dort kein dehnbarer Begriff.
Führungswechsel an der Spitze
Die Leitung der Umweltschutzeinheit übernimmt Frank Messerschmidt. Sein Stellvertreter ist Jo Christian Herbst. Die drei Fachzüge führen Patrik Möller im Bereich KatS und Dekon, Heiko Wilharm im Gefahrgutzug sowie Johann Schuster im Bereich Messen und Spüren.
Positiv bewertet wurde die Unterstützung des Landkreises bei Beschaffungen. Eng wird es weiterhin bei der Ausbildung von Fahrern für Großfahrzeuge. Das Fahrschulkontingent war im vergangenen Jahr ausgeschöpft. Fahrzeuge nützen wenig, wenn niemand sie bewegen darf.
Beförderungen und Ehrungen
Im Rahmen der Versammlung nahm Kreisbrandmeister Grote mehrere Beförderungen vor. Frank Messerschmidt wurde zum Hauptbrandinspektor befördert, Jo Christian Herbst zum Brandmeister.
Die Feuerwehrehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen in Silber erhielten Björn Wilharm und Björn Ernst. Die Ehrennadel in Bronze ging an Claus-Dieter Lorenz-Ritter, Patrik Möller, Nils Lösecke und Alexander Ehlers.
Ein besonderer Moment war die Verabschiedung von Benjamin Heine. Zehn Jahre lang leitete er die Umweltschutzeinheit. Nun übernimmt er ein neues Amt innerhalb der Kreisfeuerwehr. Seine Amtszeit war geprägt von struktureller Weiterentwicklung und klarer strategischer Ausrichtung. Zum Abschied gab es ein Präsent der Kameraden. Solche Gesten sind kein Protokollpunkt. Sie sagen oft mehr als jede Rede.
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