Adolf Neitsch 60 Jahre SPD-Mitglied
Versammlung SPD-Ortsverein mit Grünkohlessen

Helpsen (mm-27.02.23). Manfred Kesselring, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Helpsen-Seggebruch, freute sich, nach einer langen Zeit mit Corona-Einschränkungen einmal wieder die Mitglieder zur Jahreshaupt-versammlung des SPD-Ortsvereins im Dorfgemeinschaftshaus „Zum Sportpark“ in Südhorsten begrüßen zu können. Als Gäste wurden Samtgemeindebürgermeister Ditmar Köritz, die Erste Samtgemeinderätin Sandra Wiechmann und der heimische SPD-Landtagsabgeordnete Jan-Philipp Beck aus Stadthagen willkommen geheißen.

Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung standen die Ehrungen langjähriger Mitglieder. Manfred Kesselring und Manuela Babatz konnten Adolf Neitsch für eine 60-jährige Treue zur SPD ehren. Für eine 50-jährige Mitgliedschaft wurde Hartmut Möller ausgezeichnet. Zudem wurde mit einer Ehrenurkunde und einer Ehrennadel Werner Heine (40 Jahre), Ulrike Berndt, Anke Pörtner (beide 25) und Hartmut Pusch (10) für eine langjährige Mitgliedschaft gedankt.

Nach den Kommunalwahlen im Jahr 2021 haben sich, so Manfred Kesselring in seinem Jahresbericht, die Vorstände der beiden Ortsvereine Seggebruch und Helpsen konkrete Gedanken um eine Fusion der beiden Ortsvereine gemacht und erste Abstimmungsgespräche mit dem SPD Unterbezirk Schaumburg geführt. Mitte März 2022 hatten auf zwei getrennten Versammlungen die Mitglieder jeweils ein eindeutiges positives Votum zur Fusion abgegeben.

Am 24. Juni 2022 haben die Auflösungsversammlungen der „alten Ortsvereine“ und die Gründungsversammlung des neuen SPD-Ortsvereins Helpsen-Seggebruch stattgefunden. Dem Ortsverein gehören aktuell 59 Mitglieder, 44 männliche und 15 weibliche, an. Bei der Landtagswahl am 9. Oktober 2022 hatte Beck den „Wahlkreis 36 Schaumburg“ direkt mit 35,5 Prozent gewonnen. „Nach der Stadt Stadthagen hat Jan-Philipp bei uns in der Samtgemeinde Nienstädt mit 38,4 Prozent das zweitbeste Wahlergebnis erzielt“, berichtete Kesselring stolz.

Ditmar Köritz blickte auf eine „denkwürdige“ Sitzung des Samtgemeinderates zurück. Im Mittelpunkt hatten die Diskussionen über die Ganztagsschule und der Streit darüber gestanden, wer welche Kompetenzen hat. „Die Erstellung des pädagogischen Konzepts ist Aufgabe der Schule; und der Antrag auf Einrichtung ist gemeinsame Sache der Schule und des Schulträgers, also der Samtgemeinde, die für die sächlichen Voraussetzungen zuständig ist“, so Köritz.

Die Schule, so der Samtgemeindebürgermeister, habe eigene Gremien. Bei der Abstimmung im Schulvorstand, die Eltern seien im Schulvorstand vertreten, habe es eine Mehrheit für eine gebundene Ganztagsschule gegeben. Der Samtgemeinderat habe, so Köritz weiter, eine „salomonische Entscheidung“ getroffen und wolle die Eltern befragen. Es werde Info-Veranstaltungen geben, um alle möglichen Modelle vorzustellen.

„Ziel ist es gewesen, bis zum 1. August 2024 die Ganztagsschule einzuführen, ab 1. August 2026 ist sie Pflicht“, erläutert Köritz. Man habe die Absicht gehabt, „mit unserer Schule zeitlich vorn“ zu sein, bevor der Run auf Lehrer und Kooperationspartner beginnt. „Jetzt kommen erst die Info-Veranstaltungen, dann geht es durch die politischen Gremien, das wird nicht zu schaffen sein – der Antrag muss bis zum 30. November 2023 gestellt werden“, sieht Köritz die Angelegenheit realistisch.

Als einen weiteren „Knaller“ auf Samtgemeindeebene bezeichnete Köritz die Diskussion um die ICE-Trasse. Die Samtgemeinde Nienstädt habe sich frühzeitig für den Ausbau der bestehenden Strecke und Schutzmaßnahmen für Anlieger ausgesprochen. Seit etwa vier Wochen sei es mehr als fraglich, ob noch „ergebnisoffen“ diskutiert wird. Die Bahn halte am Ziel „31-Minuten-Fahrtzeit“ fest.

„Das ist mit dem Bestandsausbau nicht zu realisieren; es gibt eine Variante 5, die bei ihrer Realisierung mitten durch die Samtgemeinde führt – dann gibt es keine Umgehungsstraße, aber eine ICE-Trasse“, so Köritz. Er hoffe auf die Unterstützung aller Landtagsabgeordneten und des Kreistags, um dies zu verhindern.

Foto 1: Manfred Kesselring (l.) zeichnet Adolf Neitsch für eine 60-jährige Treue zur SPD aus.

Foto 2: Manuela Babatz (v.re.) und Manfred Kesselring ehren Adolf Neitsch, Hartmut Möller, Werner Heine, Anke Pörtner, Ulrike Berndt und Hartmut Pusch für eine langjährige Mitgliedschaft in der SPD.

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