„Wir benötigen von der Politik Unterstützung“
Besuch der SPD-Kreistagsfraktion beim DRK-Kreisverband

Obernkirchen/Landkreis (mm-19.11.18). Auf Initiative von Dr. Ilka Niemeyer hat kürzlich ein Besuch der SPD-Kreistagsfraktion mit Landrat Jörg Farr und dem Fraktionsvorsitzenden Eckhard Ilsemann an der Spitze beim DRK Kreisverband Schaumburg in Obernkirchen stattgefunden. Kreisgeschäftsführer Thomas Hoffmann hat die Kreispolitiker empfangen und über die vielfältigen Aufgaben und Leistungen, die vom DRK sowohl im Hauptamt als auch im Ehrenamt für die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis erbracht werden, informiert.

Im Sommer ist im gesamten Landkreis eine Mitgliederwerbeaktion angelaufen. Neue Mitglieder werden für eine aktive Mitarbeit beispielsweise in der DRK-Bereitschaft, in den vier Tafelausgabestellen, in den Kleiderkammern, aber auch in der Sozialarbeit der 24 Ortsvereine, benötigt. Eine schwierige Aufgabe ist laut Hoffmann die Finanzierung der Katastrophenschutzarbeit für den Landkreis Schaumburg.

Der DRK-Kreisverband sei mit seinen ehrenamtlichen Bereitschaften über den Einsatzzug im Katastrophenschutz, insbesondere im Sanitäts- und Betreuungsbereich, eine wichtige Komponente im Landkreis. Der DRK Kreisverband erhält allerdings keine Steuergelder, sondern ist auf Zuschüsse vom Landkreis, dem Land Niedersachsen und dem Bund angewiesen. „Wir benötigen von der Politik dringend Unterstützung“, so Thomas Hoffmann.

Tafeln in Trägerschaft des Kreisverbandes Schaumburg gibt es im Landkreis vier, und zwar in Stadthagen, Obernkirchen, Bad Nenndorf und Rinteln. Insgesamt hat es in 2017 gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang von 3.358 auf 2.998 Tafelkunden gegeben. Eine „erschreckende Größe“ seien, so Hoffmann, die darin enthaltenen 1.164 Kinder. Ohne die Tafeln in Bückeburg und Lauenau seien es also rund 2 Prozent der Einwohner, die eine Tafel aufsuchen.

Der Geschäftsführer zeigte auf, dass die Tafeln Kosten verursachen: Personalkosten, Miet- und Mietnebenkosten, Betriebskosten, Fahrzeugkosten und Verwaltungskosten. Natürlich gäbe es auch Einnahmen wie die Beiträge der Tafelkunden, Geld- und Sachspenden von Vereinen und Firmen, Privatpersonen und Kommunen. Dennoch plant der DRK Kreisverband Schaumburg mit einem Defizit in Höhe von rund 52.000 Euro.

Ein Teil der Überschüsse aus der Arbeit der Kleiderkammern und ein Teil der Mitgliedsbeiträge kann satzungsgemäß zur Deckung der Tafelkosten verwendet werden. „Aber ohne höhere kommunale Zuschüsse ist die Tafelarbeit für das DRK auf Dauer nicht leistbar“, so Thomas Hoffmann deutlich.

Foto 1: In Gruppen besichtigen die Kreispolitiker der SPD den Fuhrpark; Zugführer Markus Held (r.) erläutert hier die Einsatzmöglichkeiten des Gerätwagen Sanität des DRK.

Foto 2: Fraktionsgeschäftsführerin Cerstin Bayer bedankt sich bei Thomas Hoffmann mit einem kleinen Präsent.

Kurz-URL: http://www.bueckeburg-lokal.de/?p=42847

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