Rainer Dorn – 50 Jahre in der Feuerwehr
Ortsfeuerwehr eine funktionierende Gemeinschaft

Bergdorf (mm-05.01.19). Im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Bergdorf standen am Freitagabend Ehrungen und Beförderungen. Rainer Dorn wurde für eine 50-jährige Mitgliedschaft und Carsten Everding für eine 40-jährige Zugehörigkeit zur Ortsfeuerwehr geehrt. Annabell Kroßa wurde von Ortsbrandmeister Andreas Buth und seinem Stellvertreter Stephan Schulze zur Oberfeuerwehrfrau befördert; Rainer Büsing wurde vom stellvertretenden Stadtbrandmeister Oliver Liese zum Löschmeister befördert.

Andreas Buth und Stephan Schulze konnten auf 16 Einsätze der Ortsfeuerwehr Bergdorf in 2018, davon fünf Brandeinsätze, fünf Technische Hilfeleistungen und sechs Meldereinläufe von Brandmeldeanlagen, zurückblicken. Zum 31. Dezember 2018 gehörten der Ortsfeuerwehr 233 Mitglieder an, davon sieben Mädchen und Jungen in der Jugendfeuerwehr und 23 Aktive, von denen zehn Atemschutzgeräteträger sind.

„Die Datenschutzgrundverordnung (DGSVO) und FeuerON haben mich und meine Kameraden im letzten Jahr fast mehr beschäftigt als der Einsatz- und Übungsdienst“, berichtete Buth. Als Feuerwehrmann möchte er anderen Menschen helfen und Teil einer tollen Gemeinschaft sein, aber kein Verwaltungsbeamter. Es seien aufgrund der DGSVO sehr viele Stunden notwendig gewesen, die eigentlich ehrenamtlich nicht zu leisten sind. Das von einer namhaften Firma in Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Innenministerium entwickelte Verwaltungsprogramm FeuerON sei fehlerhaft und ein „Armutszeugnis“ für das Innenministerium und für die Softwareentwickler.

Andreas Buth dankte den Kameradinnen und Kameraden für eine gute, konstruktive Zusammenarbeit und für die Bereitschaft, an den Übungs- und Einsatzdiensten teilzunehmen, Verantwortung als Funktionsträger zu übernehmen, als Ausbilder der Kameraden tätig zu sein und auch die anderen Arbeiten durchzuführen – „das zeichnet eine funktionierende Gemeinschaft aus.“

Bürgermeister Reiner Brombach bekannte in seinem Grußwort, ein überzeugter Europäer zu sein und Datenschutz für eine sinnvolle Sache zu halten, aber die DGSVO sei ein „Moloch für alle“, ein Papiertiger mit irrwitzigen Folgen. Die Stadt habe im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten immer ein offenes Ohr für die Wünsche der Feuerwehren. Das Feuerwehrhaus werde in diesem Jahr mit neuen Tischen und Stühlen ausgestattet. Ortsvorsteher Gerd Vogel hat in Abstimmung mit dem Bürgermeister dem Ortsbrandmeister einen Defibrilator überreicht, der im Eingangsbereich des Gebäudes montiert werden soll.

„Hier passt alles zusammen – das langjährige Führungsduo, Jugendfeuerwehr und Altersabteilung“, lobte Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote. Man sei stolz auf die rund 2000 Kinder, die in 65 Kinderfeuerwehren und 89 Jugendfeuerwehren im Kreis betreut werden – „wichtig für den Fortbestand der Feuerwehren“. Selbstverständlich, so Grote, sei die Feuerwehr politisch neutral. „Aber wir erheben unsere Stimme, wenn es um die Bewahrung der Grundrechte geht und treten massiv gegen einen Rechtsruck in Deutschland an, wenn Migranten, Juden und Ausländer beleidigt und bedroht werden, aber auch Rettungsdienste, Polizei und Feuerwehr bei Ausübung ihrer Dienste angegangen werden.“

Foto 1: Rainer Dorn (Mitte) wird von Andreas Buth (l.) und Stephan Schulze geehrt.

Foto 2: Oliver Liese (r.) befördert Rainer Büsing zum Löschmeister.

Foto 3: Carsten Everding (Mitte) wird von Andreas Buth (l.) und Stephan Schulze ausgezeichnet.

Foto 4: Annabell Kroßa freut sich über ihre Beförderung zur Oberfeuerwehrfrau.

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