„Mit Nachdruck auf Verbesserungen drängen“
Rat diskutiert Nahverkehrsplan des Landkreises

Samtgemeinde Nienstädt (mm-06.10.19). Im Mittelpunkt der letzten Sitzung des Samtgemeinderates stand die Aktualisierung des Nahverkehrsplans des Landkreises Schaumburg. Die Verwaltung hat bis zum 15. Oktober Gelegenheit, eine Stellungnahme abzugeben und Anregungen mitzuteilen.

Der Samtgemeinderat unterstützt einstimmig das im Entwurf beschriebene Ziel- und Maßnahmenkonzept. Dabei geht es unter anderen um die Mobilitätszentrale und eine Tarifoptimierung. Die Verwaltung wird zudem beauftragt, mit dem Aufgabenträger und den Buslinienanbietern Gespräche über eine verbesserte Anbindung des Bahnhofs Kirchhorsten (Foto) an den Busverkehr zu führen.

Samtgemeindebürgermeister Ditmar Köritz verwies auf Initiativen der Gemeinde Helpsen im Rahmen der Dorfentwicklungsplanung, um die Attraktivität des Bahnhofs zu steigern. Friedrich Deventer (Bündnis 90/Die Grünen) fordert, „mit Nachdruck auf Verbesserungen zu drängen“. Es gebe viele Menschen, die mit dem Fahrrad zum Bahnhof fahren wollen, aber Bedenken haben, es dort abzustellen, weil Unterstellmöglichkeiten für hochwertige Fahrräder fehlen.

„Der ÖPNV ist deutlich unterentwickelt im Landkreis“, stellte Eberhard Koch (SPD) fest. Es fehlten Umsteigemöglichkeiten am Bahnhof. Der GVH-Tarif müsste optimiert werden. „Die Entscheidung für den Anrufbus ist damals richtig gewesen“, betonte SPD-Ratsherr Willi Kietsch.

„Die Unterversorgung in der Samtgemeinde ist dramatisch“, so Klaus-Ulrich Schmidt (Bündnis 90/Die Grünen) deutlich. Der Anrufbus sei eine tolle Sache, aber nicht geeignet, Mobilität in der Region zu schaffen. Am Bahnhof komme einmal am Tag ein Bus an, der habe dann nicht einmal Anschluss, „eine Fahrt ins Niemandsland“.

Martina Lohmann (CDU) stellte klar, dass mehr Busse am Bahnhof halten, man aber länger auf die nächste S-Bahn warten muss. Ratsvorsitzender Gerhard Widdel (SPD) verdeutlichte, dass es keine reinen Schulbusse mehr gibt, sondern nur noch Linienbusse.

„Es werden keine Probleme in der Samtgemeinde dadurch gelöst, wenn Einwohner in Schulbussen mitfahren dürfen“, beharrte Schmidt. Er forderte eine größere Attraktivität, damit man verstärkt auch ohne Auto sein Ziel erreichen kann. Nach Rinteln komme man morgens jedenfalls nicht hin.

Für die CDU-Fraktion wird zukünftig das Ratsmitglied Karl Heinz Krämer anstelle von Ratsfrau Martina Lohmann als stellvertretendes Mitglied im Hauptausschuss mitwirken. Die Jahresabschlüsse 2018 für die Samtgemeindewerke Nienstädt und die KB GmbH waren unter Vorbehalt einer Nachprüfung beschlossen worden. Diese hat inzwischen ohne Beanstandungen stattgefunden, so dass der Rat einstimmig den Vorbehalt aufgegeben hat. „Sehr erfreulich, gute Leistung der Verwaltung“, kommentierte Heinz David (CDU) das Prüfungsergebnis.

 

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