„Keine zwangsweisen Fusionen von Feuerwehren“
„Auf ein Wort“ mit Ditmar Köritz und Karsten Becker

Samtgemeinde Nienstädt (mm-25.05.19). Am Sonntag finden nicht nur die Wahlen zum Europäischen Parlament statt, in der Samtgemeinde Nienstädt wird auch ein Samtgemeinde-bürgermeister gewählt. Der Amtsinhaber Ditmar Köritz kandidiert erneut. Am Mittwochabend hatte der SPD-Samtgemeindeverband am Mittwochabend zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung in das Hexenhaus nach Sülbeck eingeladen. Ditmar Köritz und der heimische Landtagsabgeordnete Karsten Becker beantworteten die Fragen der Besucher aus der Kommunal- und der Landespolitik.

„Ärztliche Versorgung – konkrete Pläne und Maßnahmen?“ Ditmar Köritz verdeutlichte, dass die kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen den gesetzlichen Auftrag hat, für die ärztliche Versorgung zu sorgen. Die Samtgemeinde sei aber aktiv gewesen, um zumindest den Bestand zu sichern. Zwei Häuser, im Eigentum der Samtgemeinde, wurden „zu guten Konditionen“ für Praxen zur Verfügung gestellt.

Der Bedarfsplan geht beim Allgemeinmediziner von 1.600 Patienten pro Arzt aus. Damit gäbe es in der Samtgemeinde einen Bedarf von sechs Ärzten, dreieinhalb sind vorhanden. Ein schwieriges Problem ist laut Köritz die Zugehörigkeit zum großen Planungsbereich „Stadthagen“. So sei es für die kassenärztliche Vereinigung egal, ob sich ein Arzt im Auetal oder in Helpsen ansiedelt.

Im Rahmen der Aufstellung eines Dorfentwicklungsplans für die Bergkrugregion werde mit einem weiteren Ärztehaus, das „aber nicht sofort entsteht“, geplant. „Wir sind in Gesprächen“, deutete Köritz an. „Es werden in den Kommunen kreative Lösungen gebraucht“, ergänzte Karsten Becker. Er kann sich vorstellen, dass Studienplätze für Mediziner nicht nach dem Abiturschnitt vergeben, sondern an die feste Zusage gekoppelt werden, sich später als Landarzt niederzulassen. „Steuerung ist notwendig – Schaumburg ist im Vergleich aber noch gut aufgestellt“, so der Landtagsabgeordnete.

„Gut aufgestellt“ sieht Köritz die Samtgemeinde auch im Bildungsbereich. Es gäbe eine hohe Akzeptanz der Eltern bei der Hortbetreuung. Bauliche Veränderungen wird es an der Grundschule Nienstädt geben, die auch „nach und nach“ als Inklusionsstandort ausgebaut wird.

„Es wird keine zwangsweisen Fusionen von Feuerwehren in der Samtgemeinde geben“, betonte Köritz klar und deutlich. Die Feuerwehren seien oft der einzige Kulturträger in der Gemeinde, richten Osterfeuer und Erntefest aus. Es werde jeder Freiwillige gebraucht, der in der Feuerwehr mitarbeiten möchte. Wenn es Ideen zu freiwilligen Zusammenschlüssen geben sollte, würden diese Gedanken von der Samtgemeinde unterstützt.

„Die Samtgemeinde hat für die Gemeinde Nienstädt die Erstellung eines Lärmaktionsplans in Auftrag gegeben, der bis zum 27. Mai öffentlich ausliegt“, so Köritz zu Fragen nach der Verkehrsbelastung an der B 65 und den möglichen Bau einer Umgehungsstraße. „Es wurde festgestellt, dass 60 Prozent des Verkehrs auf der B 65 überörtlich ist, also auch bei lärmmindernden Maßnahmen auf der Strecke bleibt, so dass ich keine Zweifel am Bedarf einer Umgehungsstraße habe“, so Köritz.

„Kein anderer Kandidat?“ Der Samtgemeindebürgermeister erläuterte, dass alle Parteien und Privatpersonen Wahlvorschläge abgeben konnten, dies aber nicht getan haben. Für Ditmar Köritz ist dies ein Zeichen, „dass die Arbeit des Teams in der Samtgemeindeverwaltung akzeptiert“ wird.

Ditmar Köritz ist als Nachfolger von Rolf Harmening seit sieben Jahren Samtgemeindebürgermeister. Er blickt auf eine über 40-jährige Berufserfahrung zurück. „Mit meinem Team in der Verwaltung möchte ich die Zukunftsaufgaben in der Samtgemeinde Nienstädt lösen und würde mich über Ihr Vertrauen freuen“, so Köritz abschließend.

Foto: Ditmar Köritz (l.) und Karsten Becker

 

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