Investieren in Kleinstädten: So funktioniert Crowdfunding

Immer wieder werben Crowdinvesting-Plattformen, die sich auf Immobilien spezialisiert haben, mit ausgesprochen hohen Renditen und geringen Mindesteinsätzen. Doch auch wenn die Projekte vielversprechend klingen, so ist es dennoch wichtig, dass man im Vorfeld diverse Informationen einholt und auch jene Hebel in Bewegung setzt, die einen Totalverlust verhindern sollen.

Extrem attraktive Konditionen locken immer mehr Kleinanleger an

Die WGS zahlt den Investoren rund 4 Prozent Zinsen. Damit ist man aber, vergleicht man die angebotenen Zinssätze mit anderen Plattformen, recht zurückhaltend. Blickt man auf die Zinsversprechen der Plattformen Exporo, Reacapital, iFunded oder Zinsland wie Bergfürst, so wird man relativ schnell feststellen, dass auch Zinssätze im Bereich der 10 Prozent angeboten werden. Wichtig ist daher natürlich auch, dass im Vorfeld ein Crowdfunding Vergleich durchgeführt wird. Eine gute Seite für einen solchen Vergleich ist https://www.aktienkaufen.com/

Hier will man aber nicht nur die Reichen ansprechen – mitunter genügt schon ein Betrag von 500 Euro, wenn man in Immobilien investieren möchte. Diese Kombination – also der hohe Zinssatz und der geringe Mindestbetrag – ist der Hauptgrund, warum das Crowdinvesting bei Immobilien so beliebt wie noch nie ist. Im Jahr 2017 konnten die größeren Plattformen mehr als 100 Millionen Euro einsammeln – vergleicht man die Einnahmen mit dem Jahr 2016, so gab es eine Verdoppelung.

Zudem machen Immobilien heute schon um die 80 Prozent des Crowdinvesting-Markts aus – somit befindet man sich schon vor den hochgelobten Start-ups, die bislang immer als Nummer 1 gesehen wurden. Sie können mit den Immobilien aber nicht mehr mithalten: 2017 wurden gerade einmal 17 Millionen Euro eingesammelt.

70 Prozent entscheiden sich aufgrund der hohen Rendite

Michael Stephan, der Gründer wie Geschäftsführer der Plattform iFunded, weiß, warum das Geschäft mit den Immobilien immer attraktiver wird: „Crowdfunding ermöglicht den Anlegern eine breite Risikostreuung“, so Stephan. „Natürlich hat man auch die Möglichkeit, schon mit geringen Beträgen dabei sein zu können, sodass Crowd-Immobilien auch für Kleinanleger attraktiv sind.“

Natürlich sind es auch die hohen Renditeversprechen, die viele Anleger anlocken – folgt man den Ergebnissen des Instituts für Demoskopie in Allensbach, so sind für 70 Prozent der Anleger die angebotenen Zinssätze der Grund, warum in Immobilien investiert wird.

Derartige Investments sind aber keinesfalls ungefährlich

Die Studie erschien zu Beginn des Jahres 2017 – somit vor dem ersten richtig harten Rückschlag, den die Branche erlebte. In Berlin sollten nämlich über 50 Mikro-Appartements mit Crowd-Geld entstehen. Ende September 2017 gab es die Hiobsbotschaft – das Unternehmen meldete Insolvenz an.

Zwei Monate später die nächste Schreckensnachricht: Innovestment, eine Crowdinvesting-Plattform, stellte die Dienste ein. Noch steht nicht fest, ob die Anleger jemals ihr Geld wiedersehen werden. Genau deshalb warnen auch die Verbraucherschützer vor derartigen Investments, weil sich der Anleger immer über ein Nachdrangdarlehen beteiligt.

Das heißt, dass im Insolvenzfall zuerst die Ansprüche aller anderen Gläubiger befriedigt werden, bevor der Kleinanleger an der Reihe ist – dieser geht, nachdem alle anderen Anforderungen erfüllt wurden, dann meistens leer aus, weil es nichts mehr zu holen gibt.

Vor- wie Nachteile beachten

Wer sein Geld gewinnbringend investieren will, der muss sich bewusst sein, dass das Crowdfunding auch Schwächen hat – ein Totalverlust ist immer möglich. Das heißt, man sollte nicht sein ganzes Erspartes in ein Projekt stecken, sondern nur jene Summe, die man auch „verlieren darf“.

Kurz-URL: http://www.bueckeburg-lokal.de/?p=42716

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