Großbrand zerstört Lagerhalle

Stadthagen (mm-24.10.19). Am Mittwochabend gegen 18:40 wurden die Feuerwehren Stadthagen und Enzen zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage in ein Industriegebiet in Stadthagen gerufen. Als die ersten Kräfte wenige Minuten später eintrafen, war bereits eine Rauchentwicklung im Dachbereich der insgesamt 3100 Quadratmeter großen Halle zu sehen. Schnell zeigten sich auch erste Flammen, und die Brandschützer erhöhten die Alarmstufe und alarmierten noch die Drehleitern aus Bückeburg und Bad Nenndorf nach. Da in der Halle Papier und Folie gelagert waren, breitete sich das Feuer in Windeseile auf das gesamte Dach aus, so dass die Einsatzkräfte vor einer riesigen Flammenwand standen.

Aus diesem Grund wurde für alle Ortsfeuerwehren der Stadt Stadthagen Alarm ausgelöst und weitere Kräfte aus Lahde, der Samtgemeinde Nienstädt und der Samtgemeinde Niedernwöhren sowie die Umweltschutzeinheit des Landkreises Schaumburg nachalarmiert. Zügig würde ein massiver Löschangriff von allen Seiten aufgebaut und versucht, das Feuer zu bekämpfen.

Schwierigkeiten bereitete der große Wasserbedarf der insgesamt vier Hubrettungsfahrzeuge. Dazu wurden von mehreren Hydranten im Bereich des Georgschachts und einem Teich Schläuche bis zur Einsatzstelle verlegt. Zur Unterstützung der Einsatzleitung wurde der Fernmeldezug mit dem Einsatzleitwagen 2 und die Technische Einsatzleitung der Kreisfeuerwehr nachgefordert.

Die Umweltschutzeinheit der Kreisfeuerwehr führte in der Umgebung der Einsatzstelle Messungen der Luft durch, um eine Gefahr für die Bevölkerung auszuschließen. Diese war vorher über Rundfunkdurchsagen und Warn-Apps aufgefordert worden, Fenster und Türen geschlossen zu halten. In der Luft konnten allerdings keine gesundheitsschädlichen Stoffe gefunden werden, so dass die Warnung gegen 22 Uhr zurückgenommen werden konnte. Zur Verpflegung der mehr als 300 Einsatzkräfte wurde der DRK Einsatzzug Schaumburg alarmiert. Die Halle konnte nicht gerettet werden und brannte bis auf die Grundmauern nieder. Um weitere Zugänge zum Gebäude zu schaffen, wurde das THW Stadthagen nachgefordert.

Da der Teich auf Dauer die Wasserversorgung nicht sicherstellen konnte, musste nach einer Alternative gesucht werden. Diese bot sich allerdings erst in zwei Kilometern Entfernung. Der alte Badeteich am Tropicana hatte für den Einsatzzweck die nötige Wassermenge, und so wurde der 3. Zug der Kreisfeuerwehrbereitschaft Süd und die Feuerwehr Rusbend alarmiert.

Diese legten eine Schlauchleitung bis zur Einsatzstelle. Um an der Einsatzstelle weiter Kräfte auszulösen, wurde noch die Feuerwehr Heuerßen alarmiert. In den frühen Morgenstunden konnten, bis auf die Stadthäger, alle anderen Hubrettungsfahrzeuge die Einsatzstelle verlassen und die Zahl der Einsatzkräfte heruntergefahren werden. Am Donnerstag wurde die gesamte Halle über die Hubrettungsbühne mit Schaum abgedeckt, um die letzten kleinen Glutnester abzulöschen. Foto: Sönke Fischer, Pressesprecher Stadtfeuerwehr Stadthagen

 

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