Feuerwehr leistet ehrenamtlich hervorragende Arbeit
Brennende Wahlplakate und Rettung von Kuscheltieren

Bückeburg (sc-13.01.18). Während der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Bückeburg-Stadt konnte Ortsbrandmeister Oliver Witt in seinem Jahresbericht auf 185 Einsätze im vergangenen Jahr zurückblicken, damit 20 mehr, als im Vorjahr. Diese teilten sich auf in 57 Brandeinsätze, 79 Technische Hilfeleistungen, 21 Fehlalarme und 28 sonstige Einsätze. Fast ein Viertel aller Einsätze seien Fehlalarme, nach den Worten von Witt oft durch fahrlässiges Verhalten des Betreibers ausgelöst, wenn Disconebel eingesetzt und unter dem Brandmelder gekocht wird. Er bittet in dem Zusammenhang nochmals darum, die Vorgaben des Herstellers zu beachten, damit diese Einsätze möglichst vermieden werden.

Natürlich gab es in 2017 auch besondere Einsätze der Feuerwehr, so zum Beispiel, als am 04.01. ein gestürztes Pferd auf der Steinberger Straße nicht mehr aufstehen konnte. Oder als am 13.12. beim Bau an der Schulstraße, Ecke Herderstraße, eine Gasleitung durch einen Bagger beschädigt worden ist. Außerdem gab es besondere Brandeinsätze im Rahmen überörtlicher Löschhilfe. Besonders brenzlig waren dabei die vergangenen Wahlen, da es mehrfach zu brennenden Wahlplakaten gekommen ist. Oder wie Witt humorvoll kommentierte: „Es handelte sich wohl um eine besondere Art der Meinungsfreiheit.“

Besondere Einsätze waren neben der Hydrantenpflege von März bis Dezember die umfassende Renovierung des Unterrichtsraumes und weiterer Räume durch die Kameradschaft mit spezieller Unterstützung des Fördervereins, sowie im November/Dezember die „Kuscheltierrettung“, bei der ein Kuscheltier von einem Dach gerettet und nach einiger Suche dem rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben werden konnte.

Die Feuerwehr Bückeburg-Stadt zählt insgesamt 163 Mitglieder, davon 63 Einsatzkräfte. Witt bilanzierte 19.200 Stunden ehrenamtliche Arbeit durch die Feuerwehr Bückeburg-Stadt, ohne Vor- und Nachbereitung der Einsätze. Bei Zahlung des Mindestlohns von 8,84 € kämen so 170.000 Euro zusammen. Wobei man dann nur bei dem Mindestlohn wäre. Die Feuerwehr arbeite aber ehrenamtlich. Witt dankte der Verwaltung für die vertrauensvolle Zusammenarbeit, sowie eine Erhöhung der Aufwandsentschädigungen und Zuschüsse.

Frank Schier wurde besonderer Dank zuteil, durch die Gründung der Fachgruppe ELW (Einsatzleitwagen), die Unterstützung bei der Vorbereitung und Organisation der Einsätze gewähre und durch Kameraden der Ortswehren besetzt sei. Sie erleichtern durch ihre Mithilfe die Einsätze, sowie deren Nachbereitung und Presseabteilung. Besonders hervorzuheben ist, dass die sogenannte „Rettungskarte“, welche man bei der Herstellerfirma des Fahrzeugs oder beim ADAC erhält, die jeder Fahrzeuginhaber haben sollte, sehr hilfreich bei einem Unfall ist.

Witt wies nochmals eindringlich darauf hin, dass die kleinen Baumaßnahmen gezeigt hätten, dass das Gebäude der Feuerwehr doch in die Jahre gekommen ist und man sich sowohl vom baulichen Zustand als auch vom Platzangebot Gedanken über eine umfangreiche Renovierung oder einen zeitgemäßen Neubau machen müsse. Als Standort wäre zum Beispiel ideal das ehemalige Edeka Gebäude oder der Platz am „Petzer Feld“ bzw. „Am Hasengarten“. Natürlich sei man hier nicht bei „Wünsch Dir was“, aber seit über 40 Jahren habe sich am jetzigen Standort nichts geändert. Deshalb sei etwas Neues notwendig.

Neu sei man nun auf Facebook und Twitter, was die Wahrnehmung steigern würde. Das Motto „Tu Gutes und rede darüber“ sei zudem nach wie vor aktuell. Sehr wichtig bezeichnete Witt auch die Nachwuchsarbeit: „Diese Schmiede leistet Gutes für die Zukunft.“ Außerdem sei die gepflegte Kameradschaft wichtig, ohne sei es nicht möglich, sich so für das Ehrenamt der Feuerwehr einzusetzen.

Bürgermeister Reiner Brombach überbrachte Grüße von Rat und Verwaltung. Man sei stolz auf die Feuerwehr, die eine hervorragende Arbeit leiste und das alles ehrenamtlich. „Selbstverständlich ist das NICHT selbstverständlich“, so Brombach. Gut sei, dass es immer wieder gelingt, neue Mitglieder zu finden. Das zeige auch, dass der Dienst bei der Feuerwehr ein gewisses Wohlbefinden bei den Feuerwehrleuten erzeuge, wenn man sich für andere Leute einsetzen darf. Ohne das Ehrenamt wäre die Situation in Deutschland nicht haltbar. Die Stadt Bückeburg werde im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten alles tun, damit die Feuerwehr so tätig sein könnte. Damit das auch so bleibt, wünschte sich Brombach, dass sich alle Kameraden an einen Tisch setzen würden, um eine Leitung zu finden und man sich einvernehmlich einige.

Stadtbrandmeister Marko Bruckmann beschwor eindringlich die Arbeitgeber, die ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehrleute zu unterstützen und sie für die Einsätze freizustellen. Außerdem sollten Lehrgänge nicht im wichtigen Erholungsurlaub wahrgenommen werden. Sein Dank ging auch an Oliver Witt für den Einsatz beim neuen Verwaltungsprogramm „Feuer on“ (Feuer online), welches zu einer Erleichterung im Verwaltungsbereich führe.

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Dirk Hahne wies darauf hin, dass in der Zukunft im Bereich Umwelt Schäden durch Hochwasser und dergleichen um das elffache ansteigen sollen und die Feuerwehr sich entsprechend auf diese Einsätze einstellen müsse. Besonders verärgert sei er zudem über die Tatsache, dass man neuerdings die Helfer nicht nur beschimpfen, sondern auch tätlich angreifen würde. „So etwas wäre vor Jahren noch nicht denkbar gewesen“, so Hahne.

Foto 1: Befördert werden Boris Mühlhausen (v.li.) zum Löschmeister, Sven Petter zum Oberlöschmeister, André Märtens zum Hauptlöschmeister und Christian Rust zum Oberbrandmeister. Auf dem Foto fehlt Thomas Barton, der zum Oberlöschmeister befördert wurde.

Foto 2: Michael Wendt (l.) und Bernd Liese werden zum 1. Hauptfeuerwehrmann befördert.

Foto 3: Sind zum Hauptfeuerwehrmann/Oberfeuerwehrmann/Feuerwehrmann befördert worden: Tobias Blazek, Christian Stange, Timo Kehlichhaus, Robert Koß, Maximilian Boldt und Marcel Thon. Es fehlen: Lucas Baranowski, Jan Herrmann, Kay-Niclas Strauch und Doreen Kalkbrenner.

Foto 4: Peter Kipper (r.) wird für eine 40-jährige Zugehörigkeit zur Feuerwehr geehrt, Oliver Witt für 25 Jahre.

Foto 5: Ortsbrandmeister Oliver Witt berichtet über das Einsatzgeschehen in 2017.

Foto 6: Reiner Brombach: „Die Feuerwehr leistet ehrenamtlich eine hervorragende Arbeit.“

 

 

 

 

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