Ein Vormittag im Bergbad
„Immenser Aufwand für Gesundheit der Schwimmer“

Bückeburg (mm-07.07.19). Zum Auftakt der diesjährigen Ferienaktion Bückeburg hatte die Bückeburger Bäder GmbH am Donnerstag Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahre zu einem „Vormittag im Bergbad“ eingeladen.

Bevor die Jungen und Mädchen ins Wasser sprangen, um unter der Anleitung von Filiz Akyol bei Wasserspielen ein paar lustige Stunden zu verbringen, gestattete Ralph Seele, der stellvertretende Betriebsleiter, ihnen einen Blick hinter die Kulissen, öffnete sonst verschlossene Türen und vermittelte Einblicke in die technischen Abläufe.

Beim Raten der in den drei Becken vorhandenen Wassermengen lagen die Antworten der Kinder weit vom richtigen Ergebnis entfernt. „2,5 Millionen Liter im großen Becken, 1 Million Liter im kleinen Becken und 60.000 Liter im Planschbecken, also über 3,5 Millionen Liter insgesamt“, so Seele.

Am vergangenen Sonntag waren etwa 4.600 Besucher im Bergbad, die so Seele, alle unter anderen Sand, Sonnencreme („nur wenigen duschen vorher“), Schweiß, Haare und Bakterien mit ins Wasser bringen. Dazu kommen noch Blätter von den Bäumen und Hinterlassenschaften von den Vögeln.

Vieles kann man sehen, wie abgelöste Pflaster, vieles aber auch nicht. Der Beckenboden wird täglich mit einer Art Staubsauger gereinigt. Die Wasserpumpen brauchen vier Stunden, um das gesamte Wasser im Becken auszutauschen. Das Wasser wird ständig bewegt und gefiltert.

„Wir brauchen als Desinfektionsmittel Chlor – ohne Chlor können Bakterien und Viren weiter wirken“, erläuterte Seele. Chlor wird in sieben angeschlossenen Flaschen zu jeweils 65 Kilogramm gelagert, hält etwas 14 Tage und ist „sehr teuer“. Die Bäder-GmbH darf nur eine bestimmte Menge Chlor pro Liter Wasser verwenden und zwar 0,04 mg/Liter, „eine verschwindend geringe Menge, aber sehr effektiv“. Dreimal täglich werden die eingesetzten Mengen von den Mitarbeitern, alle vier Wochen von einem externen Labor, überprüft.

Ralph Seele machte deutlich, dass viel Geld investiert und ein immenser Aufwand betrieben wird, damit jeder Schwimmer wieder gesund das Bergbad verlässt. „Wasser ist ein kostbares Gut, wir schwimmen in Trinkwasser – ein Luxus“, so Seele. Er wünscht sich, „dass jeder Besucher seinen Teil dazu beiträgt, zum Beispiel durch ein Abduschen, damit weniger Aufwand betrieben werden kann.“

 

Kurz-URL: http://www.bueckeburg-lokal.de/?p=47176

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