Die drei Erkrankungstypen der Prostata
Ursachen, Risikofaktoren und Behandlung

Landkreis (mm-17.10.19). Erkrankungen der Prostata treten bei deutschen Männern relativ häufig auf. Der Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung und die gutartige Prostatavergrößerung die häufigste urologische Erkrankung deutscher Männer. Eine Erkrankung der Prostata kann entweder gutartig, bösartig oder entzündlich sein. Alle drei Krankheitstypen machen sich durch einen erhöhten PSA-Wert bemerkbar.

Jedoch ist der PSA-Wert lediglich ein Indiz einer kranken Prostata. Welche Art von Erkrankung beim Patienten vorliegt, kann man anhand des PSA-Wertes leider nicht feststellen. Eine MRT-Untersuchung der Prostata ist die genaueste Methode, nach der man zwischen diesen Erkrankungen unterscheiden und somit eine sichere Diagnose stellen kann.

Die gutartige Prostatavergrößerung (Benigne Prostatahyperplasie):

Fast jeder Mann leidet früher oder später an einer gutartigen Prostatavergrößerung. Das Erkrankungsrisiko steigt mit dem Lebensalter. In der Innenzone der Prostata wachsen sogenannte Adenome (gutartige Knoten). Die dadurch vergrößerte Prostata drückt auf die Harnröhre, wodurch es vor allem zu Störungen bei der Harnblasenentleerung kommt.

Unter anderem leidet der Mann dann unter ständigem Harndrang, Restharngefühl und regelmäßigen Infekten im Harnweg. Die Gravität der Prostatahyperplasie wird in drei Stadien unterteilt. Im dritten Stadium können in besonders schweren Fällen sogar Gewebeschäden an der Niere auftreten, wodurch es zu Urin im Blut kommen kann. Eine Ausstülpung der Blasenwand oder Erweiterung des Nierenhohlsystems sind weitere Komplikationen, die in den schlimmsten Fällen einer BPH auftreten können.

Die Prostataentzündung (Prostatitis):

Eine Prostataentzündung wird in der Fachsprache Prostatitis genannt. Im Vergleich zur gutartigen und bösartigen Erkrankung ist das Alter hierbei kein relevanter Risikofaktor. Die Prostatitis kann akut oder chronisch sein. Eine akute Entzündung wird in der Regel deutlich früher bemerkt. Meist, wenn der erkrankte Mann ein Brennen beim Wasserlassen verspürt.

Eine chronische Prostataentzündung bleibt jedoch oft lange unbemerkt. Sie wird oft gar nicht behandelt, da sie relativ unbedeutend ist. Es wird vermutet, dass diese Entzündungen Überreste einer kleinen akuten Entzündung sind. Doch auch die chronische Prostataentzündung kann den PSA-Wert beeinflussen.

Prostatakrebs:

Prostatakrebs ist die bösartige Erkrankung der Prostata. Wie auch die gutartige ist Alter ein wesentlicher Risikofaktor. Bösartige Erkrankungen werden nicht alle in die gleiche Schublade gesteckt. Wurde aufgrund eines Krebsverdachts eine Biopsie mit positivem Ergebnis durchgeführt, so wird anhand der entnommenen Gewebeproben zugleich die Bösartigkeit bestimmt.

Der Index für diese Bösartigkeit ist der sogenannte Gleason-Score. Abhängig vom Gleason-Score kommen unterschiedliche Behandlungen zum Einsatz. Im Vergleich zur akuten Prostataentzündung und gutartigen Prostatavergrößerung gibt es beim Prostatakrebs oft keine Symptome, da er nur das betroffene Gewebe beeinflusst. Dadurch ist der PSA-Wert meist das wichtigste Indiz und Ausgangspunkt weiterer Untersuchungen. Foto: pixabay

 

 

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