AWO kümmert sich nicht nur um Flüchtlinge
Ehrung für Heiner Hoppe

AWO JHV 25.01.16 01Bückeburg (mm-25.01.16). „Flüchtlinge und Flüchtlingssozialarbeit sind die beherrschenden Themen gewesen – nicht nur bei der AWO, auch beim Landkreis, Land und Bund“, meinte Heidemarie Hanauske, Geschäftsführerin beim AWO-Kreisverband, während der Jahreshauptversammlung des AWO-Ortsvereins Bückeburg in der Begegnungsstätte. Viele Probleme hätten vermieden werden können, so Hanauske, wenn man rechtzeitig gehandelt und dringend benötigtes Personal eingestellt hätte.

„Für den Landkreis Schaumburg muss ich eine Lanze brechen“, nahm die Geschäftsführerin den Landkreis aus ihrer Kritik heraus. Hier habe man bereits 2012 erkannt, „dass Flüchtlinge eine besondere Betreuung brauchen“. Politik und Verwaltung seien bereits Ende 2012 bereit gewesen, soweit wie möglich ein dezentrales Konzept der Unterbringung zu fördern, um die Integration der Menschen zu erleichtern. Der Landkreis habe früh gehandelt, beim Sozialamt und der Ausländerbehörde zusätzliches Personal eingestellt.

Heidemarie Hanauske erläuterte, dass die AWO zuständig für die registrierten, dem Landkreis zugewiesenen Flüchtlinge ist. Sie betonte aber auch, dass es bei der AWO neun weitere Geschäftsfelder gibt, so unter anderem die Schwangerenberatung, Familienhebammen, Kita in Stadthagen mit zurzeit drei Gruppen, die Jugendberufshilfe und das Frauenhaus. „Wir sind froh, in Bückeburg einen aktiven Ortsverein zu haben, Ihr habt viel auf den Weg gebracht“, lobte sie und appellierte an alle Mitglieder, mindestens ein weiteres Mitglied pro Jahr zu werben.

AWO JHV 25.01.16 02Horst Schwarze, der stellvertretende Bürgermeister, stellte fest, dass es kein Jahr gegeben habe, in dem die AWO so gebraucht worden sei, viel unterwegs und immer präsent gewesen ist. Überall im Landkreis habe man sich um die Unterbringung und Unterstützung der Flüchtlinge gekümmert, sich um die Integration in Kindergarten und Schule sowie das Erlernen der deutschen Sprache gekümmert („eine segensreiche Arbeit“). Jeder, so Schwarze, könne erkennen, wie wertvoll eine Mitgliedschaft in der AWO ist.

In seinem Jahresbericht hatte der Vorsitzende des AWO-Ortsvereins, Stephan Hartmann, an Aktivitäten und Veranstaltungen des Jahres 2015 erinnert. So an die Teilnahme am Bürgermahl anlässlich des 400-jährigen Stadtkirchenjubiläums sowie an das Mitwirken am Familientag und das regelmäßige AWO-Frühstück.

Kassiererin Grit Schmidt konnte von einem Überschuss in der Kasse berichten. Ein Grund ist die großzügige Spende eines Mitglieds, das zu einem runden Geburtstag auf Geschenke verzichtet und um Geldspenden zugunsten des AWO-Ortsvereins gebeten hatte. „Das Geld wird gezielt für Flüchtlinge eingesetzt, die hier bleiben werden“, so Schmidt. Die Kassiererin zeigte der Versammlung auf, dass dem Ortsverein nur 40 Prozent vom Mitgliederbeitrag übrig bleiben, der Rest an den Kreisverband, Bezirksverband und die Bundes-AWO abgegeben werden muss.

Für eine 25-jährige Mitgliedschaft wurde Heiner Hoppe von Heidemarie Hanauske und Stephan Hartmann geehrt. Bereits seit 30 Jahren ist Hoppe beim AWO-Kreisverband beschäftigt. Er hat sich zunächst um die Beratung und Begleitung von Asylbewerbern gekümmert, ist dann Leiter des Wohnheims am Fasanenweg in Stadthagen gewesen. Später war er für das Pro Aktiv Center tätig und hat Jugendliche auf den Weg in den Beruf begleitet. Seit Anfang dieses Jahres ist Hoppe wieder in der Flüchtlingsarbeit aktiv und ist zurzeit der pädagogische Leiter in der Herderschule.

Foto 1: Heiner Hoppe (r.) wird von Heidemarie Hanauske und Stephan Hartmann geehrt.

Foto 2: Stephan Hartmann: „Die AWO ist ein verlässlicher Partner für soziale Arbeit vor Ort in Bückeburg.“

 

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