Dachstuhlbrand sorgt für Großeinsatz
Feuerwehr rettet Frau mit Rauchgasvergiftung

Evesen (mm-13.05.18). Am heutigen Sonntagmittag, gegen 12:40 Uhr, wurden die Feuerwehren Evesen, Röcke, Cammer, Meinsen-Warber-Achum, Bückeburg-Stadt und die ELW-Gruppe der Stadtfeuerwehr zu einem Dachstuhlbrand in den Kiesweg nach Berenbusch alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte kam bereits eine starke Rauchentwicklung aus dem Dachstuhl hervor, so dass umgehend ein Trupp unter schwerem Atemschutz zur Brandbekämpfung vorging.

Ein weiterer Trupp ging mit einem C-Rohr von außen zur Riegelstellung des Gebäudes vor und versuchte, die Flammen einzudämmen. Durch die Feuerwehr wurde eine Bewohnerin an den Rettungsdienst mit einer Rauchgasvergiftung übergeben. Über die Drehleiter aus Bückeburg wurde die Dachhaut von außen aufgenommen, um so das Feuer gezielt von oben zu löschen.

Durch die zusätzlich alarmierten Einsatzkräfte aus Petershagen wurde das Feuer mithilfe ihrer Hubrettungsbühne von der zweiten Gebäudeseite bekämpft, und der Brand, der sich in die Zwischendecke ausbreitete, konnte eingedämmt werden. Mithilfe von drei Wärmebildkameras konnten die Einsatzkräfte das Feuer sowohl von innen als auch von außen besser lokalisieren und so gezielter ablöschen.

Im Stadtgebiet Bückeburg werden hiervon zwei bei der Ortsfeuerwehr Bückeburg-Stadt und eine bei der Ortsfeuerwehr Meinsen-Warber-Achum vorgehalten. Diese sind eine große Hilfe, weil bei schlechter Sicht im Gebäude Personen so schneller gefunden und gerettet werden können. Auch die versteckten Glutnester können mithilfe dieser Kamera gefunden und so das Feuer gezielter gelöscht werden. Dies kann ein Wasserschaden im Gebäude geringer halten bzw. sogar vermeiden.

Durch den Schlauchwagen der Feuerwehr Evesen wurden über zwei Kilometer Schlauchleitung vom nahe gelegenen Mittellandkanal zur Wasserversorgung an die Einsatzstelle gelegt. Hierbei zeigte sich, wie hilfreich ein Fahrzeug dieser Art für die Feuerwehr ist. Mit zwei Überdruckbelüfter konnte das Gebäude von Rauch befreit und die Sicht für die Trupps im Innenangriff verbessert werden. Insgesamt kamen sechs Trupps unter schwerem Atemschutz im Innenangriff, sowie vier Feuerwehrleute unter schwerem Atemschutz in den Hubrettungsfahrzeugen zum Einsatz und konnten das Feuer löschen. Weitere Trupps standen in Bereitstellung und brauchten bei den sommerlichen Temperaturen nicht mehr eingesetzt zu werden.

Durch den angeforderten Gerätewagen Atemschutz / Strahlenschutz der Kreisfeuerwehr Schaumburg wurden neue Atemschutzmasken, Lungenautomaten sowie gefühlte Atemluftflaschen an der Einsatzstelle ausgegeben. Im Einsatzleitwagen wurde durch die ELW-Gruppe der Stadtfeuerwehr die Einsatzstelle, die in vier Einsatzabschnitte aufgeteilt wurde, koordiniert und die nachrückenden Kräfte eingesetzt.

Neben Stadtbrandmeister Marko Bruckmann und seinem Stellvertreter Oliver Liese kam auch der stellvertretende Kreisbrandmeister Dirk Hahne an die Einsatzstelle. Nach rund 3,5 Stunden konnte die rund 90 Einsatzkräfte mit 23 Fahrzeugen von Feuerwehr und Rettungsdienst den Einsatz beenden und im Anschluss ihre Gerätschaften und Fahrzeuge am Feuerwehrhaus wieder einsatzbereit machen. Die Einsatzstelle wurde an die Polizei übergeben. Foto: Moritz Gumin, komm. Stadtpressewart FW Bückeburg

 

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