Unternehmen treffen Verwaltung
„Einnahmen aus Gewerbesteuer für mehr Wirtschaftsförderung einsetzen“

Bückeburg (mm-12.04.18). „Bückeburg ist ein anerkannter guter Wohnort, der in der Grundversorgung alles bietet und über ein breites Kultur- und Freizeitangebot verfügt“, meinte Bürgermeister Reiner Brombach, als er über 100 Gäste zur Eröffnung der Unternehmer-Matinee im Neuen Ratssaal begrüßte. Eingeladen hatten die Weserbergland AG, der Arbeitgeberverband der Unternehmen im Weserbergland (AdU) und die Stadt Bückeburg.

Mit dieser Veranstaltungsreihe will man Unternehmen und Kommunen zusammenbringen sowie Kontakt und Austausch fördern. Während der von Tanja Föhr moderierten zweistündigen Veranstaltung wollte die Stadt Bückeburg von den heimischen Unternehmen und Partnern aus erster Hand erfahren, wie sie die Gegenwart und vor allem die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Bückeburg sehen.

„Wir wollen unsere lebendige Innenstadt behalten, wenn wir aber in der Innenstadt keine gewünschten Räumlichkeiten anbieten können, müssen wir an der Peripherie etwas schaffen“, sagte Brombach. Rat und Verwaltung würden sich auf Anregungen freuen, um weiter etwas Positives entwickeln zu können.

Merlin Mendel, Geschäftsführer des in Bückeburg ansässigen Unternehmens „Duofaktur“, rege an, die Einnahmen aus der Gewerbesteuer verstärkt zum Wohle der Unternehmen einzusetzen, im Rahmen einer Wirtschaftsförderung nicht nur neue Firmen anzusiedeln, sondern auch die alten Kunden zu pflegen und in der Stadt zu halten. „Wirtschaftsförderung muss Chefsache sein“, betonte Mendel.

Reiner Wilharm, der für die Wirtschaftsförderung zuständige Fachgebietsleiter, erinnerte daran, dass die Stadt zuletzt kräftig in die Kinderbetreuung investiert hat. Die Mitarbeiter der Unternehmen könnten sich darauf verlassen, dass ihre Kinder in Bückeburg gut aufgehoben sind.

Die Stadt bietet laut Wilharm ein gutes Umfeld mit einer günstigen Verkehrsanbindung und einer sichergestellten medizinischen Versorgung. Als erste Ansprechpartnerin für die Wirtschaftsförderung stellte sich Annika Tadge vor, die unter anderem Anträge koordiniert, Anregungen aufgreift und Lösungen erarbeitet. Aber natürlich, so Wilharm, würden der Bürgermeister und er selbst bei Problemen Hilfestellungen geben und bei Förderanträgen Unterstützung anbieten.

„Die Zukunft wird Breitband sein“, stellte Eduard Hunker, Geschäftsführer der Stadtwerke Schaumburg-Lippe, fest und wies auf die massiven öffentlichen Fördergelder hin. Die Infrastruktur mit Glasfaser habe zukünftig für die Stadtwerke Schaumburg-Lippe den gleichen Stellenwert wie Strom, Gas und Wasser. Alle Gesellschafter der Stadtwerke hätten Interesse am Breitbandausbau.

Gemeinsam mit der Westfalen Weser Netz GmbH und der EWE TEL GmbH in Oldenburg werden die Stadtwerke bis Ende Mai 2018 den Breitbandausbau in der Kreuzbreite realisieren. Die Stadtwerke, die nächstes Jahr ihr 125-jähriges Bestehen feiern können, werden sich nach den Worten von Eduard Hunker natürlich auch mit der Elektromobilität beschäftigen.

Hunker erinnerte daran, dass die heimischen Stadtwerke bereits Photovoltaik-Anlagen anbieten und im vergangenen Jahr mit ihrem Modell „Solar auf Pacht“ (www.stadtwerke-schaumburg-lippe.de/aktuelles) eine große Nachfrage erzielen konnten.

Foto 1: Annika Tadge ist seit dem 1. April bei der Stadt Ansprechpartnerin für die Wirtschaftsförderung.

Foto 2: Reiner Wilharm: „Bückeburg bietet ein attraktives Umfeld“.

Foto 3: Eduard Hunker: „Die Stadtwerke haben sich für die Versorgung mit Breitband entschieden.“

Kurz-URL: http://www.bueckeburg-lokal.de/?p=38439

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