Das Ehrenamt macht die Stadt bunter
Tag des Ehrenamts in der Stadtkirche

Bückeburg (sc-12.02.18). Was wäre die Stadt Bückeburg ohne das Ehrenamt? Was wären wir alle ohne ehrenamtliche Helfer? Hilfen, die wir oftmals als so selbstverständlich annehmen und dabei zu oft vergessen, dass all diese Helfer dies tun, ohne etwas zu erwarten. Am Sonntagnachmittag war die Stadtkirche der Ort, an dem an diese Helfer erinnert werden soll und das Ehrenamt in den Vordergrund gerückt wurde.

Unter dem Vorsatz: „Suchet der Stadt Bestes“ begann um 15 Uhr der Gottesdienst, der begleitet wurde von der Musikgruppe „Cantemus“, sowie der Band „Grenzgänger“. Dazu kamen Grußworte des Bürgermeisters Reiner Brombach und vier ehrenamtlich Tätige erzählten von ihren Aufgaben und dem, was sie sich für die Zukunft wünschen.

Natürlich wäre es sehr schön gewesen, wenn sich die Besucher bis auf den letzten Plätzen gedrängelt hätten, aber das kalte Winterwetter und vielleicht auch, weil man nicht so genau wusste, was geboten wird, mag dazu geführt haben, dass es zwar viele Besucher gab, aber eben nicht so viele, wie das Ehrenamt es verdient gehabt hätte, gewürdigt zu werden. Denn was wären wir alle, ohne die Helfer des THW, des DRK, der freiwilligen Feuerwehr, der Pfadfinder und noch vielen mehr, die in ihrer Freizeit Dienst tun, um Veranstaltungen zu begleiten, um Sicherheit und Hilfen zu bieten und da zu unterstützen, wo Hilfe notwendig ist?

Der Bürgermeister brachte es in seinen Grußworten zur Sprache: „Wenn es der Stadt gut geht, dann geht es auch den Bürgern gut.“ Und das liegt mit daran, dass Bückeburg sehr viele ehrenamtlich Tätige hat, worauf Rat und Verwaltung mit Stolz blicken dürfen. Er versprach, auch zukünftig die Ehrenämter zu unterstützen. Außerdem dankte er den Kirchenoberen, allen voran Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke und Pastor Jan-Uwe Zapke für den schönen Rahmen, den die Veranstaltung bieten würde.

In einem Interview berichteten dann vier Ehrenamtliche über ihre Tätigkeiten. Zum Beispiel Tom Cross, der Vorsitzende der VfL-Fußballabteilung, erzählte, dass das Verbindende des Fußballs entscheidend sei. In einem Verein sollten alle ihren Platz haben. Die Kinder und die Integration stehen im Vordergrund. Es geht dabei gar nicht unbedingt um den Fußball, vielmehr ist die Freude, etwas zusammen zu machen, entscheidend.

Heike Marx ist ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe tätig und berichtete, dass 2015, als eine große Anzahl Flüchtlinge angekommen sind, die ehrenamtlichen Helfer sich sofort gekümmert haben. Heute sei es zwar etwas ruhiger, aber sie würden zum Beispiel eine Nähwerkstatt für Flüchtlingsfrauen, sowie einen internationalen Frauentreff anbieten. Ihr war seinerzeit wichtig, mit einfachen Hilfsmitteln das Ankommen den Flüchtlingen zu erleichtern.

Maximilian Vauth von der freiwilligen Feuerwehr erzählte, dass er seit 2010 in der Jugendfeuerwehr aktiv dabei sei. Seine Aufgabe und die Aufgabe des Teams sei es, organisatorisch aus dem Fundus an Erfahrungen und Kontakten zu profitieren. Jedes Jahr stünden viele Events auf dem Plan, die organisiert und durchgeführt würden. Sowie mehrere Großveranstaltungen, über die Jahre verteilt.

Eindringlich warb er für die Anerkennung des Ehrenamts: „Ich hoffe, dass das Ehrenamt zukünftig attraktiv und vor allem ehrenvoll bleibt. Nicht nur finanziell, sondern auch in der Würdigung.“ Er sprach davon, dass in Bückeburg die verschiedenen Ehrenämter wie die Zahnräder eines Uhrwerks ineinander greifen würden.

Mit einem gemütlichen Austausch nach dem Gottesdienst, umsorgt vom Catering des „Minchens“, die Snacks und Getränke reichten, endete der erste „Tag des Ehrenamts“. Landesbischof Manzke zeigte sich nach dem offiziellen Teil begeistert über den Zuspruch der Bevölkerung. Das zeigt, wie beliebt das Ehrenamt hier ist und hoffentlich trägt dieser Tag dazu bei, den Blick auf die Notwendigkeit dieser Tätigkeit zu schärfen.

Foto 1: Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke hebt die Wichtigkeit des Ehrenamts hervor.

Foto 2: Vier Ehrenamtliche berichteten im Interview, was ihr Amt ausmacht.

Foto 3: Ganz gut besetzte Stadtkirche.

Foto 4: Das „Minchen“ sorgt für leckere Snacks und Getränke.

Foto 5: Gute Gespräche in entspannter Atmosphäre

 

 

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