Stadtwerke planen 2018 keine Preisanpassungen
Neues Pachtmodell für Photovoltaik-Anlagen

Bückeburg/Landkreis (mm-13.01.18). „Für das Jahr 2018 sind aktuell keine Preisanpassungen vorgenommen worden oder geplant“, verbreitete Eduard Hunker, Geschäftsführer der Stadtwerke Schaumburg-Lippe, zu Beginn einer Pressekonferenz zugleich eine positive Nachricht. Gemeinsam mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Oliver Theis, Bürgermeister in Stadthagen, und dem Vorsitzenden der Gesellschafterversammlung, Bückeburgs Bürgermeister Reiner Brombach, hat Hunker das Jahr 2017 bilanziert und über die Planungen des laufenden Jahres einen Überblick gegeben.

Beim Preisvergleich mit anderen regionalen Energieversorgern nehmen die Stadtwerke Schaumburg-Lippe weiter vordere Plätze ein. Wer mit dem günstigen Kombi-Tarif Strom, Gas und Wasser bezieht, zahlt bei einem Durchschnittsverbrauch von 3.500 Kilowattstunden Strom, 20.000 Kilowattstunden Gas und 150 Kubikmeter Wasser 2.391 Euro brutto im Jahr. Die Stadtwerke belegen damit Platz 2 im Ranking. „Wir sind preislich gut aufgestellt“, so Hunker.

„Wir sind ein Wirtschaftsunternehmen, wollen kein billiger Jakob sein, sondern Gewinne machen, die dann der Region zugutekommen“, verdeutlichte Eduard Hunker. Reiner Brombach bescheinigte ihm eine „fähige Geschäftsführung mit einer vorausschauenden Planung beim Einkauf.“ Zudem würde der Aufsichtsrat darauf achten, dass sowohl Erhöhungen als auch Preissenkungen zeitnah an den Verbraucher weitergegeben werden. So habe man Vertrauen während der letzten Jahre aufbauen können.

Die Bilanzsumme beläuft sich auf rund 40 Millionen Euro. Durch die Rückführung von Gewinnen habe man, so Hunker, die Eigenkapitalquote auf etwa 42 Prozent gesteigert, was etwa 17 Millionen Euro entspreche. Der Umsatz liegt bei etwa 40 Millionen Euro. Die Geschäftsführung rechnet für 2017 mit einem Gewinn von rund drei Millionen Euro, der zum Teil wieder an die beteiligten Städte und Samtgemeinden ausgeschüttet wird. Die Stadtwerke beschäftigen 76 Mitarbeiter einschließlich der Auszubildenden.

„Wir müssen uns um die Geschäftsführung nicht kümmern, begleiten die Entwicklung bei der Energieversorgung und beschäftigen uns frühzeitig um die Erschließung neuer Geschäftsfelder“, erläuterte Oliver Theis. So beteiligen sich die Stadtwerke gemeinsam mit den Kooperationspartnern Westfalen Weser Netz und EWE in Oldenburg am Breitbandausbau in der Kreuzbreite.

Dieses Pilotprojekt soll bis Mai abgeschlossen sein. Danach möchte die Stadt Stadthagen ihren Unternehmen ebenfalls ein schnelleres Internet anbieten. Hunker zeigte auf, dass das Unternehmen auch in den Vertrieb von Telekommunikationsprodukten einsteigen will. Denkbar sind auch Paket-Angebote für die Kunden der Stadtwerke, die „Sky“-Programme wie die Bundesliga enthalten.

In 2017 hatten die Stadtwerke mit „Solarpacht“, einem neuen Pachtmodell für Photovoltaik-Anlagen auf Dach des Eigenheims oder einer Gewerbeimmobilie, einen neuen Weg als Energiedienstleister eingeschlagen, der aufgrund der hohen Nachfrage in 2018 fortgesetzt wird. Man bietet den Kunden die Möglichkeit, autark Strom zu erzeugen und unterstützt damit die Energiewende in der Region.

Nähere Informationen zu dem Thema gibt es auch während des SolarTags der Firma Ahrens am Samstag, 20. Januar, von 10 bis 16 Uhr im Rathaussaal. Stadtwerke-Vertriebsleiter Daniel Strathmann wird um 14 Uhr zum Thema „Solarpacht“ einen Vortrag halten.

Die Stadtwerke Schaumburg-Lippe werden im April ihr Kundencenter in Stadthagen von der Enzer Straße Richtung Innenstadt verlagern. Der neue Standort befindet sich an der Ecke Marktstraße/Klosterstraße.

Foto 1: Oliver Theis (v.li.), Reiner Brombach und Eduard Hunker

 

 

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