In der fürstlichen „Pampa“ gestrandet

Bückeburg (pol-13.07.17). Eigentlich waren der Revierförster von der Fürstlichen Hofkammer, sein Mitarbeiter und ein italienischer Gast des Fürsten gestern gegen 22.15 Uhr im Schaumburger Wald, Bereich Cammer Brink, auf der Jagd nach Wild unterwegs. Am Ende fassten sie zwei Motorradfahrer, die abseits jeglicher Waldwege im Waldbestand unterwegs waren und ihre Crossmaschinen durch Fichtenkulturen und über Wildäcker steuerten.

Der Revierförster nahm zunächst nur hörbar wahr, dass die Crossmaschinen im Wald unterwegs waren. Letztendlich versuchten der Förster und sein Mitarbeiter, nachdem der Gastjäger aus Italien auf einem Hochsitz Platz nehmen durfte, die beiden 19 und 17 Jahre alten Fahrer aus Petershagen und Minden auf einem Waldweg zu stoppen.

Die setzten ihre Flucht bei bereits komplett eingesetzter Dunkelheit in das unwegsame und vom Regen durchweichte Gelände ohne Fahrlicht fort, wobei ein Kradfahrer mit seiner Maschine im Graben landete und stürzte. Der Gestürzte sprang bei seinen Fluchtkumpanen auf die Maschine, und nun ging es zu zweit auf einem Krad weiter.

Die Fahrt endete für die beiden mittlerweile völlig entkräfteten Ostwestfalen in „der völligen Pampa“, so der Revierförster, der die Jugendlichen der mittlerweile eingetroffenen Polizei übergeben konnte. Die Fürstliche Hofkammer rät dringend davon ab, mit Crossmaschinen, wie wiederholt vorgekommen, den Schaumburger Wald zu befahren, weil sich Motorradfahrer dadurch selbst gefährden und das Befahren der Wege und des Waldbestandes verboten ist.

„Wir haben gegen die Jugendlichen Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen des Verstoßes gegen die Niedersächsische Wald-und Landschaftsordnung eingeleitet“, so der Sprecher der Polizei Bückeburg, Matthias Auer. Die Hofkammer prüft, ob durch die Kräder ein Flurschaden entstanden ist und behält sich Regressansprüche vor.

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